Radfahrer an der Konstablerwache in Frankfurt

Drei hessische Hochschulen können künftig mit finanzieller Unterstützung des Bundes zum Thema Radverkehr forschen und lehren. In Wiesbaden, Frankfurt und Kassel soll es spezielle Professuren zu dem Thema geben.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Drei Fahrrad-Professuren für hessische Hochschulen

Die Hochschule RheinMain von außen
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Die RheinMain Hochschule in Wiesbaden, die University of Applied Sciences in Frankfurt und die Universität Kassel sollen je eine Stiftungsprofessur erhalten, um Mobilität nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten. Das teilten das Verkehrsministerium und das Wissenschaftsministerium am Dienstag mit.

Insgesamt sieben solcher Radprofessuren soll es bundesweit geben. Sie sind Teil des "Nationalen Radverkehrsplan 2020" des Bundesverkehrsministeriums. Es fördert die Stellen bis zu fünf Jahre lang - mit bis zu 400.000 Euro je Professur und Jahr. Anschließend müssen die Hochschulen und Universitäten selbst die Kosten übernehmen.

"Erwarten wahrnehmbare Forschungsbeiträge"

An der Universität Kassel beispielsweise wird eine zusätzliche Professur für Radverkehr und Nahmobilität eingerichtet. "Wir erwarten uns bundesweit wahrnehmbare Forschungsbeiträge, die die Verkehrswende voranbringen werden", sagte Universitätspräsident Reiner Findelkey am Dienstag. Aussagen des Kasseler Bundestagsabgeordneten Timon Gremmels (SPD), wonach die Professuren bereits im Sommersemester ihre Arbeit aufnehmen sollen, konnte die Universität Kassel nicht bestätigen.

Alle drei Hochschulen sollen sich laut hessischem Wissenschaftsministerium durch die neuen Professuren noch stärker mit nachhaltiger Mobilität, Umwelt- und Klimaschutz befassen. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums beziehen sich die sieben bundesweit geschaffenen Professuren auf Radverkehrsthemen aus Fachrichtungen wie Ökonomie, Verkehrsplanung, Technik und Digitalisierung. Details will das Ministerium Anfang Februar bekannt geben.

Sendung: hr-iNFO, 21.01.2020, 16 Uhr