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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Neues Pandemie-Logistikzentrum in Frankfurt

Flughafen Frankfurt Cargo City

Eine von zwei Lagerhallen in Deutschland für den Katastrophenschutz entsteht am Frankfurter Flughafen. In dem Zentrum sollen unter anderem Masken und Schutzanzüge gelagert werden, die EU lässt sich das Millionen kosten.

Am Frankfurter Flughafen soll ein neues Logistikzentrum für medizinische Schutzausrüstung entstehen. Für den Katastrophenfall und mögliche zukünftige Pandemien sollen dort Material wie Schutzanzüge, Beatmungsgeräte oder FFP2-Masken eingelagert und bei Bedarf schnell in die entsprechenden Gebiete geflogen werden. Für den Standort hat die EU in einem Gemeinschaftsprojekt 86 Millionen Euro bereitgestellt.

Eine geeignete Lagerhalle wird noch gesucht, insgesamt sollen zehn neue Arbeitsplätze entstehen. Das Ziel der EU ist es, in Zukunft besser für Ausnahmesituationen und medizinische Großlagen gerüstet zu sein.

EU gibt 108 Millionen Euro aus

Federführend ist das Johanniter-Kompetenzzentrum für Europäischen Katastrophenschutz in Frankfurt, wie aus einer Mitteilung der Hilfsorganisation hervorgeht. Ein weiteres Zentrum wird am Flughafen Leipzig/Halle unter Leitung des Deutschen Roten Kreuzes aufgebaut. Dies wird mit 22 Millionen Euro unterstützt.

Die EU hatte im März 2020 unter dem Eindruck der Corona-Krise den Aufbau eines europaweiten Netzwerkes zur medizinischen Bevorratung beschlossen. Im Sommer waren bereits erste Zentren in Schweden, Dänemark, Griechenland und Ungarn errichtet worden. Das auf sieben Jahre angelegte Projekt hat in Deutschland ein Volumen von 108 Millionen Euro und wird aus Mitteln des EU-Katastrophenschutzes finanziert.

Sendung: hr-iNFO, 13.01.2021, 14.00 Uhr