Betten im Erstversorgungszentrum Frankfurt für Flüchtlinge aus der Ukraine

Rund 1.000 Flüchtlinge aus der Ukraine sind schon in Frankfurt angekommen. Die Stadt hat nun in einer Messehalle ein Erstversorgungszentrum für weitere Schutzsuchende eröffnet. Gleichzeitig fuhr in Fritzlar der erste Hilfkonvoi des Landes los.

Audiobeitrag

Audio

Neues Erstversorgungszentrum für Flüchtlinge in Frankfurt

Ende des Audiobeitrags

Die Stadt Frankfurt hat in einer Messehalle ein Erstaufnahmezentrum für Ukraine-Flüchtlinge errichtet. Seit Freitagnachmittag können dort Schutzsuchende aufgenommen werden, teilte die Stadt mit. Die Zahl der ankommenden Flüchtlinge steige täglich, sagte Sozialdezernentin Elke Voitl (Grüne) am Freitag: "Es geht darum, möglichst viele Menschen an einem sicheren Ort unterzubringen."

Frankfurt sei als Verkehrsknoten und mit seiner großen ukrainischen Gemeinschaft besonders geeignet als Standort für die Erstaufnahme, so Voitl. Dank der kurzen Entfernung zum Frankfurter Hauptbahnhof, an dem derzeit die Mehrheit der Flüchtlinge ankomme, sei das Erstaufnahmezentrum gut erreichbar.

Derzeit 1.000 Flüchtlinge untergebracht

Derzeit seien mehr als 1.000 Menschen von der Stadt untergebracht worden, die Situation sei sehr dynamisch. Die Kapazität werde in den nächsten Tagen noch erhöht, so dass 2.000 Flüchtlinge unterkommen könnten. Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der Feuerwehr, des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) und der Messe hatten in den vergangenen Tagen in einer der Frankfurter Messehallen Module aufgebaut.

Der Bereich für geflüchtete Kinder im Erstversorgungszentrum in Frankfurt.

Darin stehen nun Feldbetten. Die Geflüchteten sollen voraussichtlich nur wenige Nächte hier untergebracht werden. Auch ein eigener Bereich zur Kinderbetreuung, in dem die Kinder spielen und auf andere Gedanken kommen können, steht zur Verfügung. "Im Moment sind halbe Kindergartenausstattungen auf dem Weg hierher", sagte Thomas Müller-Witte, Geschäftsführer des ASB Frankfurt. Mehr als die Hälfte der bisher in Frankfurt angekommenen Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche.

Neben Frankfurt sind die Landkreise Wetterau, Vogelsberg, Hochtaunus und Marburg-Biedenkopf vom Land angewiesen worden, jeweils Unterkünfte für bis zu 1.000 Flüchtlinge zu errichten.

150 Paletten mit Hilfsgütern

Hilfe aus Hessen ist ebenfalls unterwegs in die Ukraine: Am Freitag fuhr in Fritzlar (Schwalm-Eder) ein Hilfskonvoi des Landes los. Die Lieferung umfasst nach Angaben des Innenministeriums 150 Paletten mit Hilfsgütern wie Feldbetten und Schlafsäcken. Von Polen aus sollen die Güter in die Ukraine weitergeleitet werden.

Mehrere Lastwagen mit der Aufschrift "Deutsches Rotes Kreuz" stehen hintereinander.

"Die Landesregierung wird alles tun, um Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine bestmöglich zu unterstützen", sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) zum Start des Konvois. Dazu zähle nicht nur die Aufnahme und Versorgung von Geflüchteten in Hessen, sondern eben auch die Hilfeleistung für Flüchtlinge innerhalb der Ukraine.

Bereits in der vergangenen Woche hatte sich das Land den Angaben zufolge an einer Hilfslieferung des Bundes beteiligt und dafür 50.000 OP-Masken, 10.000 Schutzanzüge und 10.000 Infektionsschutzhandschuhe bereitgestellt.

Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen