In weißem Anzug mit Hut fuhr er auf einem bunt geschmückten Fahrrad oder in einem Oldtimer durch die Frankfurter Innenstadt: Nun ist der stadtbekannte Lebenskünstler Emmanuel de Greco gestorben.

Emmanuel de Greco in Anzug und mit buntem Fahrrad auf der Frankfurter Freßgass.
Emmanuel de Greco im Sommer 2011 auf der Frankfurter Freßgass. Bild © Ilse Jentzsch

Die Stadt Frankfurt trauert um eines ihrer Originale: Wie FNP und Merkurist am Montag berichteten, ist der ehemalige Friseur Emmanuel de Greco vor einigen Tagen in der Nähe seiner Wohnung nahe der Frankfurter Konstablerwache zusammengebrochen. Am Wochenende sei er verstorben.

Der Frankfurter Verein "Kultur für alle e.V.", der unter anderem den Frankfurter Kulturpass ausgibt, schrieb auf Facebook: "Er war Grieche, von Beruf Friseur und von Berufung Lebenskünstler!". Und weiter: "Bei seinen Rundfahrten durch Frankfurt am Main in seinem roten geschmückten Oldtimer schallte Paul Kuhn aus dem offenen Fenster! Er hat Frankfurt bunter gemacht!"

Die Stadt Frankfurt würdigte de Greco, der sich stets über sein Alter ausschwieg, als "Paradiesvogel und Lebenskünstler" und veröffentlichte am Montag auf Facebook und Twitter ein Video über den Verstorbenen:

Der Frankfurter Lebenskünstler Emmanuel de Greco ist gestorben: https://t.co/wnI9EfIDaB #deGreco

[zum Tweet mit Bild]

"Wenn er kam, hatte man ein Lächeln im Gesicht"

Meist mit weißem Anzug und weißem Hut bekleidet, unterwegs auf einem fellgeschmückten Fahrrad oder im Oldtimer fiel de Greco seit Jahren in Frankfurt auf, vor allem rund um die Einkaufsmeile Zeil.

Zu seinem Tod gibt es nun eine Gedenkseite auf Facebook, auf der man Erinnerungen und Fotos veröffentlichen kann.

Screenshot der Facebookseite "Emanuel de Greco in Gedenken".
Auf Facebook sammeln Fans Bilder von de Greco. Bild © Screenshot: hessenschau.de

Sabi Uskhi, Betreiber der Seite und Vorstandsvorsitzender des Vereins "Streetangels e.V.", erzählte über Greco: "Ein liebenswerter Mensch, der nie was Böses wollte. Wenn er kam, hatte man ein Lächeln im Gesicht. Mehr kann man als Mensch gar nicht tun."

Der Verein will nun Spenden für einen Grabstein sammeln. Außerdem will Uskhi versuchen, das markante Fahrrad und das Auto von Greco für mögliche Ausstellungen zu erhalten.