Skyline Frankfurt

Hessens größte Stadt Frankfurt wird immer größer: Im vergangenen Jahr ist die Einwohnerzahl erneut deutlich gewachsen. Und es leben so viele Nationalitäten wie nie in der Mainmetropole.

Frankfurt bleibt beliebt: Wie die Stadt am Freitag mitteilte, lebten Ende vergangenen Jahres 747.848 Menschen in der Mainmetropole. Das seien 6.755 Menschen mehr als 2017, ein Plus von 0,9 Prozent. Damit ist die Zahl der Frankfurter seit 2002 jedes Jahr mehr geworden.

Pro Monat ist die Frankfurter Bevölkerung demnach um 563 Personen gestiegen. Auf den Tag berechnet, bedeutete das einen Zuwachs von 18,5 Einwohnern im Jahresdurchschnitt. Frankfurt ist nach Berlin, Hamburg, München und Köln die fünftgrößte Stadt Deutschlands.

Neu: Äquatorialguinea, Belize und Suriname

2.909 der Neubürger haben nach der Statistik der Stadt einen deutschen Pass, 3.846 eine andere Staatsangehörigkeit, die meisten davon die türkische. Damit stieg der Ausländeranteil um 0,3 Prozentpunkte auf 29,8 Prozent. In der Stadt leben Menschen aus 179 verschiedenen Ländern. "Diesmal neu hinzugekommen sind Äquatorialguinea, Belize und Suriname", sagte der zuständige Stadtrat Jan Schneider.

Damit fehlen nach Angaben eines Stadtsprechers nur noch 18 Länder - sonst wären in Frankfurt alle Staaten der Welt vertreten. Wenig attraktiv scheint die Stadt für Menschen kleinerer Karibikinseln wie Antigua und Barbuda oder für Bewohner von Südseestaaten wie den Cookinseln zu sein. Staatsangehörige von dort sind in Frankfurt nicht verzeichnet, genauso wenig wie aus Monaco oder Vatikanstadt.

Weniger EU-Bürger

Die Wahl des Oberbürgermeisters im vergangenen Jahr hat die offizielle Bevölkerungszahl Frankfurts hingegen leicht reduziert: Nach Angaben der Stadt mussten rund 6.500 Menschen abgemeldet werden, nachdem ihre Wahlbenachrichtigungen als unzustellbar zurück kamen. "Dabei handelte es sich vor allem um EU-Wahlberechtigte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ins Ausland weggezogen sind, ohne die Meldebehörde zu informieren", sagte Stadtrat Schneider. Deshalb sei auch die Zahl der EU-Staatsangehörigen zurückgegangen.

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Wer in Frankfurt fehlt

Menschen aus Antigua und Barbuda, Brunei, Cookinseln, Kiribati, Lesotho, Marshallinseln, Mikronesien, Monaco, Nauru, Palau, Papua-Neuguinea, Salomonen, Sao Tomé und Príncipe, St. Vincent und die Grenadinen, Tonga, Tuvalu, Vanuatu und Vatikanstadt sind in Frankfurt nicht gemeldet.

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Sendung: hr-iNFO, 15.02.2019, 16 Uhr