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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bis zu 4.000 Impfungen täglich in Frankfurter Impfzentrum geplant

Die Frankfurter Festhalle: Dort wo sonst tausende Menschen bei Konzerten zusammenkommen, sollen voraussichtlich noch in diesem Jahr die Massen-Impfungen gegen Corona beginnen.

Die Stadt Frankfurt hat ihr Impfzentrum in der Festhalle aufgebaut. Dort wo sonst Showgrößen auftreten, will das Rote Kreuz bald rund 4.000 Menschen pro Tag gegen Corona impfen. Ein erster Rundgang.

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Impfzentrum in Frankfurter Festhalle.
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Ein gespenstischer Anblick und stechender Geruch - so kannte man die Festhalle bisher nicht. Die Zuschauerränge sind leer. In der Mitte der Halle ist ein Labyrinth aus Stellwänden errichtet, alles weiß getüncht. Es riecht scharf nach Klebstoff und Farbe. Aber bald dürfte die Aura des Neuen verfliegen, dann soll hier Massenbetrieb herrschen.

Weitere Informationen

Terminvergabe über App, Website und Telefon

Die Terminvergabe für die geplanten Corona-Massenimpfungen soll nach Angaben der Bundesregierung über eine App, eine Webseite sowie die Patientenservice-Nummer 116 117 erfolgen. Der konkrete Termin hänge von der Zulassung des Impfstoffes und dessen Auslieferung durch den Bund an die Länder ab, so ein Sprecher. Bund und Länder stellen sich derzeit auf einen Impfstart mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer am 27. Dezember ein. Als erstes sollen Risikogruppen und ältere Menschen geimpft werden.

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Bis zu 4.000 Menschen täglich sollen hier den Corona-Impfstoff gespritzt bekommen. Dazu hat die Stadt 44 Impfkabinen in der Mitte der Festhalle aufbauen lassen. Es gibt auch Dutzende Sprechzimmer, jedes kaum größer als eine Umkleide im Hallenbad. Für alle, die vor der Impfung noch Fragen an einen Arzt haben.

Am Ende der Impfstraße ist ein Erholungsbereich. Dort können die frisch Geimpften auf einem weißen Plastikstuhl abwarten, wie ihnen der Impfstoff bekommt. Falls nötig, stehen auch Liegen bereit. Vor dem Gang in die Festhalle müsse aber niemand Angst haben, sagt Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Im Gegenteil: "Das Impfzentrum verspricht eine schrittweise Rückkehr zur Normalität", sagt er.

Betriebsbereit ist das künftige Impfzentrum der Stadt in der Festhalle auf dem Messegelände.

Wenn der Impfstoff erstmal zugelassen und geliefert sei, dann könne das Zentrum sofort loslegen, sagt René Gottschalk, der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes. Er geht aber davon aus, dass zunächst eher wenig Impfstoff geliefert wird. Dann würden zunächst mobile Impfteams in die Alten- und Pflegeheime gehen, um dort Bewohner und Pflegekräfte zu impfen. Die Festhalle werde zunächst "nicht unter Volldampf" stehen.

Anders als in anderen Städten und Kreisen scheint Personalmangel in Frankfurt im Moment kein Problem zu sein. Das versichert jedenfalls Dierk Dallwitz, der Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Frankfurt. Das DRK betreibt das Impfzentrum im Auftrag der Stadt. Dallwitz sagt, er habe schon 400 Bewerbungen bekommen, auch von Ärzten. "Ärztliches Personal ist rekrutiert und wird ausreichend vorhanden sein."

Insgesamt sind für den Impfbetrieb 250 Mitarbeiter nötig – von Ärzten über Arzthelfern bis hin zu Sicherheitsleuten, die auch auf renitente Impfgegner eingestellt sind. Manche arbeiten auch im Verborgenen: Im Keller der Festhalle sind zum Beispiel Apotheker und pharmazeutische Assistenten zugange. Sie bereiten den Impfstoff auf. Das auf - 70 Grad kalte Vakzin wird langsam erwärmt und auf Spritzen gezogen.

Wer zuerst das Recht auf eine Impfung hat, will das Bundesgesundheitsministerium noch in dieser Woche per Verordnung regeln. Voraussichtlich werden das Risikogruppen und ältere Menschen ab 80 Jahren sein. Oberbürgermeister Feldmann kündigt an: Wann immer er dran sei, er werde gern in der Festhalle seinen Oberarm für die Spritze freimachen. Denn so viel virologische Expertise hat der OB mittlerweile: "Das Virus, es nervt."

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Sendung: hr-iNFO, 17.12.2020, 16.30 Uhr