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Frankfurter Impfzentrum weicht Geflüchteten

Kinderspielplatz in einer Halle der Frankfurter Messe

Nach knapp 650.000 Spritzen ist Schluss: Das Impfzentrum auf dem Messegelände in Frankfurt wird Ende der Woche schließen. Der Platz dort wird für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine benötigt.

Mehr als 638.000 Menschen haben sich seit Dezember 2020 im Frankfurter Impfzentrum an der Messe ihren Schutz gegen das Coronavirus geholt - zunächst in der Festhalle und später in der Messehalle 1. Am Sonntag schließt die Einrichtung bis auf Weiteres ihre Pforten. Die Zahl der Impfwilligen ging zuletzt rapide zurück.

Zudem werden die Räumlichkeiten nun anderweitig gebraucht, wie die Stadt am Montag mitteilte. Es sei an der Zeit, Platz für die Unterbringung Geflüchteter aus der Ukraine zu machen, sagte Peter Tinnemann, Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts und des Impfzentrums. Das Land hatte die Stadt Frankfurt angewiesen, Platz für 2.000 Geflüchtete zu schaffen. Bislang kommen in der zentralen Notunterkunft an der Messe rund 1.000 Schutzsuchende unter.

Zweites Impfzentrum in Sachsenhausen

Das zweite Impfzentrum im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen bleibt erhalten. Es befindet sich in der Seehofstraße 41 im ehemaligen Stadtschulamt. Seit dem 14. Februar werden dort bereits Kinder und Erwachsene geimpft, und zwar täglich von 11 bis 19 Uhr.

"Die Pandemie ist nicht vorbei", sagte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne). Die Stadt werde weiterhin eine zentrale Impfmöglichkeit für die Frankfurterinnen und Frankfurter zur Verfügung stellen. Insbesondere im Hinblick auf den kommenden Herbst und Winter sollen die Bürger unkompliziert einen Impfschutz bekommen.

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