Der Hilfskonvoi aus Frankfurt unterwegs zur ukrainischen Grenze

Die Frankfurter Polizei hat in einem Hilfskonvoi Schutzwesten, medizinisches Material und Fahrzeuge in die Ukraine gebracht. Weil die Aktion als nicht ungefährlich galt, war sie bis zuletzt geheim gehalten worden.

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Polizei liefert Hilfsgüter in die Ukraine

Die Windschutzscheibe eines Autos, darauf ein Zettel, dass es sich um einen Hilfskonvoi in die Ukraine handelt
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Ein Hilfskonvoi der Frankfurter Polizei und der Hilfsorganisation "Ukrainehilfe Birstein und Brachttal" hat am Wochenende etwa 30 Euro-Paletten mit Hilfsgütern an die ukrainische Grenze gebracht. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Auf den Paletten befanden sich Schutzwesten, Schutzhelme, Handschuhe und medizinisches Material. Auch ehemalige Polizeifahrzeuge wurden den ukrainischen Behörden übergeben.

Die Einsatzfahrzeuge seien von der Polizei und vom hessischen Innenministerium auf Vordermann gebracht worden, hieß es von der Polizei. Insgesamt handelte es sich um 13 Wagen, wie die Regionalverwaltung Transkarpatien auf Facebook mitteilte.

"Es ist extrem schön für uns, jetzt jegliche Hilfe aus vielen Ländern der Welt zu spüren. Es ist sehr wichtig, dass deutsche Polizisten die Situation in unserem Land gut verstehen und ihren Kollegen aus der Ukraine einen Beitrag leisten", sagte Andriy Andriyovych, Stellvertretender Vorsitzender des Regionalrats von Transkarpatien in dem Facebook-Post. Sowohl materielle als auch moralische Unterstützung seien für die Ukrainer wichtig.

Der Frankfurter Polizeihauptkommissar Christian Klas (rechts) übergibt den Ukrainern die Hilfsgüter.

Initiiert hat den Hilfskonvoi der Frankfurter Hauptkommissar Christan Klas. Er hat schon vier Transporte mit der Hilfsorganisation "Ukrainehilfe Birstein und Brachttal" ins Kriegsgebiet gebracht. Diesmal gab es einen Hilferuf der Polizei in Kiew. "Kollegen haben mir Bilder geschickt von ihren Autos, die zum Teil von Granaten getroffen wurden", sagt Klas.

Viele der Autos seien durch den Krieg zerstört worden. "Durch persönliche Kontakte in die Ukraine hinein, auch zu Polizisten, wissen wir genau, wie prekär die Lage dort ist", so Klas.

Polizeipräsident Bereswill: "Mein Herz blutet"

Unterstützt wurde die Aktion vom Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill und Innenminister Peter Beuth (CDU). "Mein Herz blutet, wenn ich die Bilder aus der Ukraine sehe. Umso mehr möchte ich den Kolleginnen und Kollegen, den zivilen Helferinnen und Helfern sowie unseren Partnern aus Wirtschaft und Politik danken, dass sie diese großartige Aktion unterstützen", sagte Bereswill.

Innenminister Beuth teilte mit: "Die Hilfsgüter sollen einen kleinen aber wichtigen Beitrag leisten, die Menschen in der Ukraine zu schützen und das Leid der Bevölkerung zu lindern. Hessen hilft, das ist unsere Botschaft an die tapferen Frauen und Männer, die sich dem Despoten Putin entgegenstellen."

Transport wurde vorerst geheim gehalten

Die Helferinnen und HelferDie Helferinnen und Helfer des Konvois - vorne rechts auch Innenminister Peter Beuth (CDU). des Konvois unter anderem mit Innenminister Peter Beuth (CDU).

Die 46 Helferinnen und Helfer waren am Freitag vor dem Frankfurter Polizeipräsidium gestartet. Da der Transport als nicht ungefährlich eingestuft wurde, sei er bis zu seiner Ankunft geheim gehalten worden, hießt es bei der Polizei. Inzwischen seien die Helfer aber wieder auf dem Rückweg.

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