Ein mutmaßliches Mitglied einer Terror-Vereinigung ist am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt freigesprochen worden. Dem 24-Jährigen aus Somalia war versuchter Mord und Beihilfe zum Mord vorgeworfen worden.

Zudem wurde er als Mitglied der somalischen IS-Organisation "Al-Shabaab" angesehen. Der Staatsschutzsenat kam aber zur Überzeugung, dass dem Angeklagten die Tatvorwürfe nicht nachgewiesen werden konnten. Sowohl der Generalbundesanwalt als auch die Verteidigung hatten Freispruch beantragt.

Der Angeklagte soll 2012 in Somalia als Jugendlicher unter anderem versucht haben, eine Zielperson zu erschießen. Da er sie nur verletzte, wurde er von der Organisation inhaftiert. Ihm gelang jedoch die Flucht nach Europa. Der Angeklagte hatte sich zunächst selbst der Taten selbst bezichtigt, um Asyl zu erhalten, wie das Gericht mitteilte. Später hatte er sich davon distanziert.