Ein Friseur mit Maske schneidet einem Kunden mit Maske die Haare.

Eine Verlängerung des Lockdowns bis 7. März und einige Lockerungen hat das Corona-Kabinett beschlossen. Ein Überblick über die neuen Regeln.

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Nach der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch hat am Donnerstag das Corona-Kabinett dazu getagt, wie die Beschlüsse für Hessen umgesetzt werden sollen. So geht es weiter:

Schüler der Klassen 1 bis 6 und der Q2 kehren zurück

Ab 22. Februar kommen die jüngsten Schüler bis einschließlich Klasse 6 in den Wechselunterricht. Das heißt, dass ein Teil der Klasse vor Ort ist, während der andere Teil zu Hause bleibt. Auch die Schüler und Schülerinnen, die in der Qualifizierungsphase 2 ein Jahr vor ihrem Abitur stehen, dürfen zurückkehren. Sie sollen vollständig in Präsenz unterrichtet werden, wie es bei den Abschlussklassen schon geschieht.

Neu ist, dass es eine Maskenpflicht ab der ersten Klasse gibt. Medizinische Masken werden dabei empfohlen, sind aber nicht vorgeschrieben, weil es sie nicht überall in kleinen Größen gibt.

Lehrer können sich künftig wöchentlich kostenlos auf Corona testen lassen - statt wie bisher alle 14 Tage.

Kitas gehen in den eingeschränkten Regelbetrieb

Auch die Kitas sollen ab 22. Februar wieder mehr Kindern offen stehen - je nachdem, wie viele Erzieherinnen und Erzieher für die Betreuung zur Verfügung stehen. Die Kitas waren auch bislang im Lockdown offen, doch das Land bat die Eltern nachdrücklich, ihre Kleinen nur zu schicken, wenn es keine andere Betreuungsmöglichkeit gibt. Diesen Appell schwächt das Land nun ab.

Auch das Kitapersonal darf sich künftig wöchentlich testen lassen. Wo es geht, solle in festen Gruppen betreut werden, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne).

Friseursalons und "hygienisch notwendige" Dienstleistungen öffnen

Anbieter von Dienstleistungen, die für die Körperpflege dringend notwendig sein können, dürfen ab 1. März wieder Kunden empfangen. Das betrifft Friseursalons, Nagel- oder Fußpflegestudios. Die Betreiber müssen wie gehabt Hygienekonzepte einhalten.

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Piercing- und Tattoostudios sind von der Regelung explizit nicht betroffen. Sie bleiben geschlossen.

Kontaktbeschränkungen: Kinder zählen nicht mit

Mit dem Lockdown wurden die Beschränkungen für private Kontakte in der Öffentlichkeit verlängert. Diese besagen, dass sich Angehörige eines Haushalts plus eine weitere Person treffen dürfen. Neu ist: Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mehr mit.

Weitere Lockerungen ab Inzidenz unter 35

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) stellte weitere Lockerungen in Aussicht, sobald die Inzidenz (Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche) landesweit unter 35 sinke. Das betreffe dann beispielsweise den Einzelhandel, deren Nöte man absolut verstehe, deren Bedürfnisse aktuell aber nicht so dringend erschienen wie etwa die Notwendigkeit, Kinder wieder in Kitas und Schulen zu schicken.

Der 35er-Wert sei dabei gar keine neue Größe, erläuterte der Regierungschef. Bevor die Inzidenz von 50 zu einer allgemein angestrebten Größe avanciert sei, habe der etwas niedrigere Wert bereits im Eskalationskonzept des Landes gestanden.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 11.02.2021, 16.45 Uhr