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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Graffiti für Hanau-Opfer beschmiert

Das beschmierte Graffiti unter der Frankfurter Friedensbrücke

Seit Mitte des Jahres erinnert unter der Frankfurter Friedensbrücke ein großes Graffiti an die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau. Jetzt ist es beschmiert worden - kurz vor einer geplanten Mahnwache.

Unbekannte haben das Graffiti zum Gedenken an die Hanauer Anschlagsopfer unter der Frankfurter Friedensbrücke zum Teil übersprüht. Aus dem ursprünglichen Schriftzug "Rassismus tötet" machten sie "Kiffen tötet Gehirn!". Den Vorfall bestätigte die Polizei am Montag. Zuvor hatte auf Twitter ein Foto auf die Beschädigung aufmerksam gemacht.

Wer den Schrifzug am linken Rand des Graffitis zerstört hat, weiß die Polizei noch nicht. Auch die Tatzeit und das Motiv sind noch unklar. Ermittelt werde wegen Sachbeschädigung gegen unbekannt. Von einem extremistischen Hintergrund war zunächst nicht die Rede. Offen ist zudem, ob es einen möglichen Zusammenhang mit einer Mahnwache vor dem Haus des Vaters des Attentäters gibt, die am Dienstag stattfinden soll.

Entsetzen über Täter-Vater

Mitte Dezember waren Einzelheiten über den Vater von Tobias R. bekannt geworden und hatten für Entsetzen bei den Angehörigen der Opfer gesorgt. In mehreren Strafanzeigen und Aussagen soll sich Hans-Gerd R. massiv rassistisch und verschwörungsgläubig geäußert haben. Er forderte unter anderem die Entfernung von Gedenktafeln - und des Graffitis in Frankfurt.

Das 27 Meter lange Bild eines Frankfurter Künstlerkollektivs wurde am 19. Juni enthüllt - genau vier Monate nach der Nacht, in der in Hanau neun Menschen aus rassistischem Motiv getötet worden waren. Das Bild zeigt die Gesichter der Opfer. Auf der rechten Seite steht: "Niemals vergessen - Hanau 19.02.2020".

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Sendung: hr-iNFO, 28.12.2020, 21.00 Uhr