Das Umweltministerium schließt eine Gefährdung der Bevölkerung durch den Stoff Dikegulac im Grundwasser aus. Das teilte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Freitag mit.

Das Land hatte Grundwasser im südhessischen Ried auf Rückstände des Stoffes Dikegulac untersuchen lassen, nachdem 2018 im Kreis Groß-Gerau aufgrund intensiver Bewässerung eine Belastung bei Spinat festgestellt wurde.

Die Untersuchung von 48 Proben habe ergeben, dass durch die Belastung des Spinats keine akute Gesundheitsgefährdung ausgehe, so Hinz.

Bei Dikegulac handelt es sich um ein Abfallprodukt der Vitamin C-Produktion des Unternehmens Merck in Darmstadt. Der Stoff war über mehrerer Jahrzehnte übers Abwasser in den Landgraben gelangt. Merck hatte die Produktion 1999 eingestellt. Weitere Untersuchungen seien laut Umweltministerium geplant.