46 Häftlinge müssen Weihnachten nicht mehr hinter Gittern verbringen. Manche Straftäter kamen für die Amnestie aus Prinzip nicht infrage.

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Gefängnis Weiterstadt JVA
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46 Häftlinge aus hessischen Gefängnissen haben in diesem Jahr von der Weihnachtsamnestie des Landes profitiert und werden vorzeitig freigelassen. Das entspricht insgesamt einer Zahl von 979 erlassenen Hafttagen, wie das hessische Justizministerium auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa in Wiesbaden mitteilte. In 36 Fällen sei der Antrag auf eine Weihnachtsamnestie jedoch abgelehnt worden.

Von dieser Regelung können in Hessen nach Angaben des Ministeriums nur Inhaftierte profitieren, deren vorgesehener Entlassungszeitraum sich zwischen dem 29. November diesen Jahres bis einschließlich 5. Januar 2020 befindet. Ausgenommen von diesen Gnadenerlassen sind vor allem Sexual- und Gewalttäter sowie Straftäter, die längere Haftstrafen verbüßen oder im Gefängnis negativ aufgefallen sind.

Nicht selbstverständlich

Über die Gewährung einer Amnestie aus Anlass des Weihnachtsfestes entscheidet in Deutschland jedes einzelne Bundesland für sich. Sie hat fast überall schon Tradition. Sachsen und Bayern beteiligen sich nicht. Dafür können etwa in Bayern Gefangene auf Ausgang oder Urlaub hoffen, um mit ihren Familien zu feiern.