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Die schriftlichen Abiturprüfungen haben am Donnerstag begonnen. Hier können Sie Ihr Wissen um die heiße Prüfungsphase für viele hessische Schüler testen.

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Wochen- oder monatelanges Büffeln muss sich jetzt auszahlen. Am Donnerstagmorgen haben die schriftlichen Prüfungen für Hessens Abiturienten begonnen. Im folgenden Multiple-Choice-Test können Sie herausfinden, ob auch Sie gut vorbereitet sind. Spicken und Internet-Recherche sind natürlich nicht erlaubt.

Aufgabe 1: Wie viele Schüler an wie vielen Schulen wollen in diesem Frühjahr ihr Abitur in Hessen ablegen?

  • a: 19.300 Schüler an 190 Schulen.
  • b: 47.100 Schüler an 490 Schulen.
  • c: 25.500 Schüler an 269 Schulen.

Richtig ist Antwort c. Nach einer im vergangenen Jahr vom Kultusministerium veröffentlichten Berechnung (auf Basis von Daten von 2016) dürften es in den kommenden Jahren eher weniger Abiturienten werden.

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Grund dafür sind die geburtenschwächeren Jahrgänge, die jetzt drankommen, sowie die Wiedereinführung der neunjährigen Gymnasialzeit, die den Schülern ein zusätzliches Jahr in der Mitttelstufe beschert und ihr Abitur somit hinauszögert. Vorher gab es zum Teil einen sprunghaften Anstieg der Abiturientenzahlen, weil G8- und G9-Jahrgänge gleichzeitig ihre Prüfungen ablegten. Mehr Abiturienten soll es wieder ab 2030 geben, wenn die geburtenstärkeren Jahrgänge ab 2012 ins entsprechende Alter kommen werden.

Nicht berücksichtigt bei den Zahlen aus dem Ministerium sind der seit 2015 gestiegen Zuzug von Migranten sowie die Abiturienten an beruflichen Gymnasien, Abendgymnasien und dem Hessenkolleg.

Aufgabe 2: In welchem Fach legen die meisten hessischen Abiturienten ihre schriftliche Prüfungen ab? Nennen Sie auch die gerundete Zahl der Betroffenen und mindestens einen Grund dafür.

  • a: Mathematik.
  • b: Deutsch.
  • c: Englisch.

Die richtige Antwort ist Antwortmöglichkeit a. Rund 18.000 Schülerinnen und Schüler werden sich am kommenden Mittwoch, 13. März, nach ihrem Grund- oder Leistungskurs Mathematik mit Aufgaben aus Algebra und Geometrie herumschlagen. Sie müssen es sogar. Mathematik ist ein Pflichtfach, und das ist der Grund dafür, dass es das Fach mit den meisten schriftlichen Prüflingen ist. Alle anderen legen ihre Mathematik-Prüfung mündlich nach den Osterferien ab.

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In dem weiteren Pflichtfach Deutsch lassen sich schriftlich rund 9.000 Abiturienten prüfen (Montag, 11. März, Leistungskurs, und Montag, 18. März, Grundkurs).

Die schriftliche Abiturprüfung in Englisch betrifft in Hessen rund 11.000 junge Frauen und Männer - und zwar unmittelbar: Mit den Aufgaben für Leistungs- und Grundkurse hat am Donnerstagvormittag der Reigen der Abiturprüfungen begonnen.

Aufgabe 3: Welche Neuerung gilt ab den diesjährigen Abiturprüfungen (bis zur nächsten Reform durch Kultusministerium und Rektorenkonferenz)?

  • a: Wer rechtzeitig einen entsprechenden Antrag gestellt hat, darf seinen Tablet-Rechner oder Smartphone im Prüfungssaal zur Online-Recherche benutzen - aber höchstens insgesamt zehn Minuten lang. Damit soll Recherche-Kompetenz unter Beweis gestellt werden.
  • b: In den Fächern Deutsch und Mathematik sowie in den modernen Fremdsprachen gibt es neben den gewohnten auch neue Aufgabenformate wie einen sogenannten hilfsmittelfreien Teil. Zum Beispiel muss in der Mathematik-Prüfung eine Aufgabe ohne Taschenrechner gelöst werden.
  • c: In Fächern mit überdurchschnittlich vielen Aufgaben mit Interpretationsspielraum (Deutsch, Politik und Wirtschaft, Geschichte, evangelische und katholische Religion, Ethik, Philosophie, Kunst) sollen sich zu entsprechend markierten Aufgaben kleine Panels bilden, in denen nicht mehr als vier Abiturienten maximal insgesamt 15 Minuten lang gemeinsam eine Antwort erörtern können. So sollen sie Debattenkultur, Teamfähigkeit, Empathie und Bereitschaft zum Multilateralismus unter Beweis stellen.

Richtig ist Antwort b. Neu ist von diesem Abiturjahrgang aus auch die Grundlage der Prüfungen: Zusätzlich zu den seit 2007 landesweit vorgegebenen Aufgaben im Zentralabitur und zu den Aufgaben aus dem gemeinsamen Aufgabenpool der Länder (seit 2017) kommen erstmals die sogenannten Kerncurricula zur Entfaltung: Diese legten neben den zu erwerbenden Kompetenzen die Kerninhalte des Unterrichts in der Oberstufe fest und ließen außerdem ausreichend Raum für von den Schulen selbst ausgewählten pädagogischen Schwerpunktsetzungen.

Aufgabe 4: Was sagt Kultusminister Alexander Lorz (CDU) anlässlich dieser für die Abiturienten so einschneidenden Zeit?

  • a: "Ich habe mein Abitur 1983 in Wiesbaden abgelegt. Damals waren im Land seit Jahren SPD und FDP am Ruder, und danach wurde es mit Rot-Grün eher noch schlimmer. Durchs Abitur konnte man damals aber, zugegeben, in Hessen ganz locker spazieren."
  • b: "Jetzt geht es in die heiße Phase - die schriftlichen Abiturprüfungen stehen vor der Tür. Sie markieren den Höhepunkt, auf den die Abiturientinnen und Abiturienten seit drei Jahren hinarbeiten. Ich bin mir sicher, dass sie auch diese Hürde mit der nötigen Portion Gelassenheit nehmen, und danke schon jetzt allen Lehrkräften, die die Schülerinnen und Schüler sicher durch die Abiturphase führen werden."
  • c: "Abitur ist, was ihr daraus macht. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Noch ist kein Meister vom Himmel gefallen. Das Glück gehört den Tüchtigen."

Korrekt ist Antwort b.

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Alexander Lorz
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