Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) hat den Angehörigen der Opfer des rassistisch motivierten Anschlags von Hanau weitere Hilfen zugesagt.

"Wir werden sehr zeitnah ein Förderprogramm für Hanau auflegen, um die Betreuung der Hinterbliebenen und Opfer über mehrere Jahre zu verstetigen", so Beuth. Nähere Details nannte er zunächst nicht. Ein 43-Jähriger hatte am 19. Februar neun Menschen erschossen. Tobias R. soll auch seine Mutter und dann sich selbst getötet haben.

Nach Angaben des Innenministeriums hat derweil das Bundeskriminalamt (BKA) im Rahmen seiner Ermittlungen auch umfangreiche Überprüfungen zu vergangenen Vorfällen in Hanau vorgenommen. So sollen im März 2017 Jugendliche im Umfeld eines Jugendzentrums im Hanauer Stadtteil Kesselstadt von einem Unbekannten bedroht worden sein.

Aus erneuten Vernehmungen von Tatzeugen und weiteren Ermittlungen seien keine Belege dafür gefunden worden, dass es sich dabei um den 43-Jährigen handelte, erklärte das Ministerium. Vielmehr gebe es gewichtige Anhaltspunkte dafür, dass dieser an dem besagten Vorfall nicht beteiligt gewesen sei. "Auch bei den hessischen Sicherheitsbehörden liegen keine Anhaltspunkte vor, dass Tobias R. bereits im Vorfeld des Attentats öffentlich in Erscheinung getreten ist."