Die hessische Landesregierung hält an den Plänen für ein Haus des Jugendrechts in Hanau fest.

Die Häuser seien ein Erfolgsmodell im Vorgehen gegen die Jugendkriminalität, erklärte Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) auf eine Kleine Anfrage der Linke-Fraktion in Wiesbaden. Dabei gehe es um Kriminalprävention, aber auch den erzieherischen Aspekt bei straffälligen Jugendlichen.

In Kassel hatte im Juni das sechste hessische Haus des Jugendrechts seine Arbeit aufgenommen. In den Einrichtungen arbeiten die staatlichen Organisationen Staatsanwaltschaft, Gericht, Polizei, Jugendgerichtshilfe sowie gegebenenfalls freie Träger der Jugendhilfe unter einem Dach. Die verstärkte und gezielte Kooperation soll es ermöglichen, auf strafrechtlich relevantes Verhalten von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden "passgenau" zu reagieren.

In Hanau liefen noch die Verhandlungen über die Anmietung einer Liegenschaft, teilte der Finanzminister mit. Mit einem Vertragsabschluss werde im vierten Quartal des laufenden Jahres gerechnet. Da es noch Sanierungs- und Ausbauarbeiten gibt, werde das Haus des Jugendrechts in Hanau etwa ein Jahr nach dem Vertragsabschluss an den Start gehen.