Hessen verstärkt seinen Kampf gegen Cyberattacken. In Wiesbaden arbeiten IT-Spezialisten verschiedener Abteilungen unter einem Dach an einem Ziel.

Innenminister Peter Beuth (CDU) eröffnete am Montag offiziell das Hessen Cyber Competence Center (Hessen3C) in Wiesbaden. Dort arbeiten bereits mehr als 20 IT-Experten aus der Verwaltung, der Polizei sowie des Verfassungsschutzes zusammen, um das Computernetzwerk des Landes vor Internet-Spionage und Manipulationen zu schützen. Bis Ende des Jahres soll die Zahl der Mitarbeiter auf etwa 50 anwachsen, bis Ende 2021 auf bis zu 100 Beschäftigte.

"Alleine unser Landesnetz wird täglich viele tausend Male angegriffen. Das gilt genauso für kommunale Systeme", erläuterte Beuth. Dank moderner Software würden fast alle dieser Attacken erfolgreich automatisiert abgewehrt. Die Spezialisten von Hessen3C unterstützen Städte und Gemeinden bei Fragen der IT-Sicherheit und dienen als Ansprechpartner für Stromversorger, Wasserwerke oder Krankenhäuser. Auch kleinere und mittlerer Betriebe können sich dort Rat suchen.