Frau mit Mundschutz in der Straßenbahn

Die Maskenpflicht wackelt – zumindest in einigen Teilen Deutschlands. Hessen hat sich dagegen klar positioniert: Der Mund-Nasen-Schutz bleibt. In anderen Bereichen gelten seit Montag gelockerte Corona-Regeln.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kein Ende der Maskenpflicht in Hessen

Mundschutz Supermarkt
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Die hessische Landesregierung hält weiterhin an der Maskenpflicht fest. Das bestätigte ein Regierungssprecher dem hr am Montag. Das Land sehe derzeit keinen Grund für eine Lockerung - nicht im Einzelhandel, und auch in keinem anderen Bereich, in dem das Tragen einer Maske vorgeschrieben sei, wie etwa dem Öffentlichen Nahverkehr.

Die Maskenpflicht sei ein Instrument, das die Bevölkerung schützt, sagte der Sprecher. Eine mögliche Lockerung hänge vom weiteren Infektionsgeschehen und auch von den Erfahrungen der anderen Bundesländer ab.

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Mecklenburg-Vorpommern löst Diskussion aus

Nachdem Mecklenburg-Vorpommern am Wochenende als erstes Bundesland angekündigt hatte, die Maskenpflicht lockern zu wollen, war eine bundesweite Diskussion entbrannt. Die Bundesregierung positionierte sich klar pro Maske, ebenso Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und nun auch die hessische Landesregierung.

Hessen lockert Corona-Regeln

Während bei der Maskenpflicht in Hessen damit vorerst alles beim Alten bleibt, sind die Corona-Regeln in anderen Bereichen weiter gelockert worden. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) begründete die Erleichterungen für den Alltag der Bürger mit den anhaltend niedrigen Infektionsraten im Land.

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zum Video Weitere Lockerungen bei Corona-Maßnahmen

hessenschau vom 06.07.2020
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Seit Monatg gilt:

  • Alle Kita-Kinder dürfen wieder in ihre Einrichtungen zurück. Aus dem eingeschränkten Regelbetrieb soll ein tatsächlicher Regelbetrieb werden, die Notbetreuung entfällt.
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zum Video Regelbetrieb in Kitas gestartet

hessenschau vom 06.07.2020
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  • Bei Veranstaltungen wie Messen oder Konzerten sowie in Theatern und Kinos wird die Fünf-Quadratmeter-Regel für Sitzplätze und die Zehn-Quadratmeter-Regel für Stehplätze aufgehoben. Grundsätzlich gilt, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden muss. Als Richtgröße sollen für jede Person drei Quadratmeter zur Verfügung stehen. Davon kann beispielsweise in Theatern und Kinos abgewichen werden, wenn ein Hygienekonzept vorliegt, das Schutzmaßnahmen wie das Tragen einer Alltagsmaske vorsieht.
  • Auch der Besuch von Sportveranstaltungen und Wettkämpfen ist laut Staatskanzlei unter Einhaltung der Drei-Quadratmeter-Regel und eines Hygienekonzeptes wieder möglich. Die Zehn-Quadratmeter-Regel für Geschäfte wird ebenfalls aufgehoben. Der verpflichtende Mindestabstand von 1,5 Metern bleibt aber bestehen. Als Richtgröße sollen auch hier für jede Person drei Quadratmeter zur Verfügung stehen.
  • Weiterhin gilt in Hessen, dass zwei Haushalte oder maximal zehn Personen sich gemeinsam ohne Mindestabstand bei Veranstaltungen und im öffentlichen Raum aufhalten können.
  • Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, bei denen Zuschauerplätze eingenommen werden, sollen die Sitzplätze personalisiert vergeben werden, um eine Rückverfolgung im Fall einer Infektion zu ermöglichen. Das gilt nicht für Tischgesellschaften.
  • Vereins- und Versammlungsräume können wieder genutzt werden. Auch in Umkleidekabinen entfällt die Fünf-Quadratmeter-Regel. Stattdessen gelten die allgemeinen Abstandsvorgaben von 1,5 Metern.
  • Das Grillen und Picknicken in der Öffentlichkeit ist grundsätzlich wieder erlaubt.
  • Veranstaltungen mit mehr als 250 Besuchern müssen weiterhin vom Gesundheitsamt genehmigt werden.
  • Öffentliche Tanzveranstaltungen bleiben verboten.

Sendung: hr-iNFO, 06.07.2020, 17.00 Uhr