Ampullen mit Biontech-Impfstoff stehen für die Impfung bereit. (dpa)

Um die vierte Welle zu brechen, sind alleine in Hessen bis Weihnachten knapp 2,3 Millionen Impfungen geplant. Das zu schaffen wird schwierig. Es könnte klappen, wenn Tierärzte und Apotheker einspringen.

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Impfen - auch in Apotheken und Tierarztpraxen

hessenschau vom 1.12.2021
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An den Hausärzten, soviel lässt sich aus den Zahlen sagen, liegt es wirklich nicht. Die Arztpraxen haben in den vergangenen Wochen die Zahl der Impfungen ständig nach oben getrieben - und verimpfen inzwischen ein Drittel mehr als in den bisherigen Impf-Spitzenzeiten im Sommer.

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Damals allerdings waren die Impfzentren voll ausgebaut und konnten mit einer Kapazität impfen, die jetzt spürbar fehlt. Genügend Impfstoff ist da, aber die derzeitige Geschwindigkeit würde nicht ausreichen, um die geplanten 30 Millionen Impfungen in Deutschland bis Weihnachten - gerechnet ab dem 18. November - zu erreichen. Für Hessen wären das umgerechnet rund 2,3 Millionen Impfungen.

Impfleistung müsste um die Hälfte steigen

Vergangene Woche waren es 360.000 Impfungen, in dieser Woche sollen es mehr als 400.000 sein, verkündet das zuständige Sozialministerium, und tatsächlich sieht es so aus, als ob die neue Winter-Bestmarke erreicht wird. Aber das reicht nicht.

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Von den knapp 2,3 Millionen Impfungen in Hessen bis Weihnachten fehlen noch rund 1,2 Millionen; das heißt in den verbleibenden zwei Wochen müssten pro Woche 600.000 Impfungen erfolgen: Eine Steigerung der derzeitigen Impfleistung um knapp die Hälfte - das müssen Tierärzte, Apotheker und nicht zuletzt die jetzt auch mitimpfenden Zahnärzte schaffen.

Der Booster-Turbo zündet ... langsam

War Hessen zu Beginn der Woche noch Schlusslicht im Ländervergleich der Quote der Geboosterten - nur noch untertroffen von Sachsen - hat das Land inzwischen aufgeholt und allein in fünf Tagen diese Quote um über drei Prozentpunkte gesteigert.

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Ein weiterer erfreulicher Effekt ist auch aus den Zahlen abzulesen: Auch die Zahl der Menschen, die sich überhaupt zum Impfen entschließen, ist in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen - auf rund 40.000 Menschen pro Woche. Im Vergleich der immer noch mehr als 1 Million Ungeimpften ist das allerdings ein Tropfen auf den heißen Stein.

Omikron lauert

In dieser Woche hatte ein Team von Wissenschaftlern um den Modellierer Prof. Dirk Brockmann vorgerechnet, wie stark die Ungeimpften derzeit zur vierten Welle beitragen - und in dem knappen und leicht verständlichen Papier eine klare Schlussfolgerung gezogen: Um das Virus zurückzudrängen, müssten Ungeimpfte ihre Kontakte 2-3 mal so stark reduzieren wie Geimpfte. 2G ist also keine reine Schikane.

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Einen Faktor konnte die Modellrechnung allerdings noch nicht berücksichtigen: Die neue, anscheinend noch ansteckendere Omikron-Variante des Virus ist auch bei uns angekommen. Und sie breitet sich aus - auch wenn sie derzeit nur einen Bruchteil der Neuinfektionen ausmacht. Noch.

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Studiogespräch: Die Impfkampagne in Hessen

hessenschau vom 1.12.2021
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