Impfung

Viele hessische Kinder sind nicht ausreichend gegen Masern geschützt. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervor. Eine Impfpflicht lehnt Hessen bislang ab.

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Knapp sieben Prozent der Schulanfänger in Hessen sind nicht ausreichend gegen Masern geschützt. Das geht aus Daten von Schuleingangsuntersuchungen aus dem Jahr 2017 hervor, die das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag in Berlin veröffentlichte.

Danach erreichen bei der entscheidenden zweiten Impfung gegen das hoch ansteckende Virus bisher nur Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die angestrebte Quote von mindestens 95 Prozent. In Hessen liegt dieser Wert bei 93,4 Prozent.

Hessischer Minister gegen Impfpflicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist für eine verpflichtende Masern-Impfung in Kindergärten und Schulen. Der hessische Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hält dagegen eine Impfpflicht derzeit weder für verhältnismäßig noch für notwendig.

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Ein krankes Mädchen.
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Eine höhere Impfbereitschaft könne auch durch andere Maßnahmen erzielt werden, hatte Klose vor etwa drei Wochen in Wiesbaden betont. Stattdessen müssten die Menschen für das Thema besser sensibilisiert werden.

Leichter Rückgang der Impfungen

Im Bundesschnitt waren laut RKI-Bericht knapp 93 Prozent der untersuchten Kinder zweifach gegen Masern geimpft, ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zu 2016. In den Jahren zuvor war diese Quote gestiegen: 2008 hatte der Wert noch bei 89 Prozent gelegen.