Die Wohnung des ehemaligen Bischofs Tebartz-van Elst ist jetzt ein Museum
Durch die Küche gelangt man in das Wohnzimmer, das heute als Ausstellungsraum für Skulpturen dient. Bild © picture-alliance/dpa

31 Millionen Euro hatte der Bischofssitz in Limburg nach einer Kostenexplosion verschlungen - und dem ehemaligen Bischof Tebartz-van Elst letztlich den Job gekostet. Jetzt ist die Wohnung zum Museum umfunktioniert worden.

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Geschichtsträchtige Exponate im Einbauregal: Das katholische Bistum Limburg nutzt die frühere Luxuswohnung des abberufenen Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst nun als Museum. Im Erdgeschoss präsentiert das Diözesanmuseum eine Ausstellung zur Geschichte des Bistums, das Untergeschoss dient als Depot.

Er freue sich sehr, dass es gelungen sei, die Räumlichkeiten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sagte Bischof Georg Bätzing am Dienstagabend zur Eröffnung.

Die 280 Quadratmeter große Wohnung wurde nach Bistumsangaben für 225.000 Euro umfunktioniert. So stehen nun beispielsweise im wandbreiten Bücherregal des früheren Arbeitszimmers rund 130 Ausstellungsstücke.

Die Wohnung des ehemaligen Bischofs Tebartz-van Elst ist jetzt ein Museum
Bischof Georg Bätzing (li.) spricht in einem ehemals als Bibliothek geplanten Raum mit einem Besucher. Bild © picture-alliance/dpa

31 Millionen Euro verschlungen

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Tebartz-van Elst hatte vor fünf Jahren sein Amt in Limburg aufgeben müssen - insbesondere wegen des Skandals um die Kostenexplosion beim Bau des neuen Bischofssitzes auf rund 31 Millionen Euro. Zu dem Komplex gehörte auch die bischöfliche Wohnung - edel ausgestattet mit fast frei stehender Badewanne, Einbaumöbeln oder raffinierter Beleuchtungstechnik. Auch eine - früher private - Kapelle ist Teil des Ensembles, die Museumsbesuchern nun ebenfalls offen steht.

Tebartz-van Elsts Nachfolger Bätzing hatte sich dagegen entschieden, in die schicke Bischofswohnung zu ziehen. Der Umbau der Räume begann im November 2017. Im darauf folgenden März wurde bekannt, dass die Diözese wegen einer Fehlplanung und eines verhängten Baustopps Zusatzkosten tragen muss. Diese seien in den 225.000 Euro Umbaukosten eingerechnet, so das Bistum.

Die Wohnung des ehemaligen Bischofs Tebartz-van Elst ist nun ein Museum.
Skulpturen sind in dem ehemals als Wohnzimmer geplanten Raum zu sehen. Bild © picture-alliance/dpa