Seit Inkraftreten des hessischen Informationsfreiheitsgesetzes haben die Bürger insgesamt 277 Anträge an öffentliche Stellen gerichtet.

Das geht aus Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion hervor. Entschieden wurde bisher über 247 Anträge. Davon wurde 152 Anträgen stattgegeben. Insgesamt 95 Anträge wurden abgelehnt, bei mehr als einem Viertel (26) war der "unverhältnismäßige Aufwand" der Grund. Die meisten Anträge (75) gingen an das Kultusministerium und deren nachfolgenden Behörden und Stellen, gefolgt vom Justizministerium (72).

Im Mai 2018 war das hessische Datenschutz- und Informationsfreiheitsgesetz in Kraft getreten. Demnach hat jeder grundsätzlich gegenüber öffentlichen Stellen Anspruch auf den Zugang zu amtlichen Informationen - von einigen Einschränkungen abgesehen. Kritiker bemängeln, dass das Gesetz mehrere Schlupflöcher bietet, die den Auskunftsanspruch der Bürger schwächen.