Eine Krankenschwester in einem Krankenhaus.

Weil sich immer mehr Menschen mit dem Corona-Virus infizieren, verschärft sich die Situation in einigen Krankenhäusern. In Frankfurt und Offenbach sind sie so stark ausgelastet, dass Patienten auf andere Kliniken verteilt werden.

In Hessen sind durch die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie die ersten Krankenhäuser schon so ausgelastet, dass Patienten auf andere Kliniken verteilt werden. Wie das Sozialministerium am Montag mitteilte, wurde den Krankenhäusern im Versorgungsgebiet 4 (Frankfurt-Offenbach) wegen ihrer hohen Auslastung bereits am Donnerstag mitgeteilt, dass für sie die Stufe 2 eines 4-stufigen Eskalationskonzepts bestehe.

Laut Ministerium ist es deshalb nötig, Patientinnen und Patienten gleichmäßiger über Hessen zu verteilen. Personen, bei denen dies medizinisch vertretbar sei, würden in andere Kliniken verlegt. Neue Patientinnen und Patienten würden direkt anderen Versorgungsgebieten zugewiesen. Dies gilt nicht nur für Corona-Patienten, wie eine Ministeriumssprecherin erläuterte.

Laut DIVI-Intensiv-Register waren am Montag in Frankfurt 90 Prozent der Intensivbetten besetzt, in Offenbach waren es 87 Prozent.

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Bereits vor einer Woche wurde den Krankenhäusern in Hessen per Allgemeinverfügung mitgeteilt, dass sie insgesamt 607 Intensivbetten und 1.226 Normalbetten für die Versorgung von Patienten mit Covid-19 bereitzustellen haben. Derzeit liegen hessenweit 137 Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation.

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Das Ministerium hat nach eigenen Angaben am Montag außerdem mit der Verteilung weiterer Schutzausrüstung begonnen. Neben fünf Millionen Handschuhen sind dies auch mehr als 18 Millionen Schutzmasken, darunter 500.000 sogenannte FFP-2- und 81.000 FFP-3 Masken. Neben Krankenhäusern sollen damit auch die Rettungsdienste, Altenpflege, Einrichtungen der Jugend-, Drogen- und Wohnsitzlosenhilfe versorgt werden. Beliefert werden auch die Kommunen, damit sie die Ausrüstung beispielsweise an Hebammen weitergeben.

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Weitere Maßnahmen wie die Erweiterung von Krankenhauskapazitäten seien in der Vorbereitung. Insgesamt sieht Sozialminister Kai Klose (Grüne) das Gesundheitswesen in Hessen im Kampf gegen die Pandemie besser aufgestellt als zu deren Beginn im Frühjahr.

So seien die Kooperationsstrukturen mit den Krankenhäusern eingespielter, die Informationslage stringenter und die Logistik leistungsfähriger. "Auch wenn die Situation weiterhin sehr ernst ist, besteht in der jetzigen Situation kein Grund, sich um die stationäre Versorgung zu sorgen", sagte Klose.

Sendung: hr-iNFO, 26.10.2020, 19 Uhr