Blick in die Altstadt von Michelstadt

Im Odenwaldkreis explodieren die Corona-Neuansteckungen: Als erster hessischer Kreis liegt der Odenwald bei einer Inzidenz von mehr als 500 und damit auch über dem Bundesdurchschnitt. Die Suche nach dem Ausbruchsgeschehen gestaltet sich schwierig.

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Bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist der Odenwaldkreis hessenweit einsame Spitze. Nach einem sprunghaften Anstieg ist der Wert der Corona-Neuinfektionen dort inzwischen sogar höher als im bundesweiten Durchschnitt und betrug am Freitag 503.

Am Dienstag waren noch 335 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen Tagen gezählt worden, und am Donnerstag waren es 408. Deutschlandweit liegt die Inzidenz aktuell bei knapp 438.

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Rasanter Anstieg innerhalb weniger Tage

Damit ist der Odenwaldkreis auch der einzige in Hessen mit einem Wert größer 400. Was zu dem rasanten Anstieg innerhalb kurzer Zeit führte, ist unklar. Nach Kreisangaben handelt es sich um ein "diffuses Ausbruchsgeschehen". Eine einzelne Quelle lasse sich nicht lokalisieren, sagte ein Sprecher. Allein am Freitag gab es 152 neue Fälle, ein weiterer Todesfall wurde nicht registiert.

Das Infektionsgeschehen ziehe sich durch den ganzen Landkreis, so der Kreissprecher. Betroffen sind laut Mitteilung alle Altersgruppen bis 70 Jahre. Darüber nimmt die Zahl deutlich ab, vor allem bei den über 80-Jährigen.

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Im Bundesvergleich eher vorderes Mittelfeld

Für die vorangegangenen sieben Tage meldete der Kreis, der nur knapp 100.000 Einwohner zählt, 488 Neuinfektionen. Die meisten gab es in Erbach und Michelstadt mit zusammen 184, gefolgt von der Region Unterzent um Höchst, Breuberg und Lützelbach mit zusammen 104. Der Bereich Bad König/Brombachtal zählte 90 neu Infizierte in sieben Tagen.

Auch bei vorangegangenen Wellen der Pandemie gehörte der Odenwaldkreis oft zur Spitzengruppe in Hessen. Im gesamtdeutschen Vergleich wirken die aktuell hohen Zahlen allerdings beinahe moderat. Von den 400 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland liegt der Odenwaldkreis nun auf Platz 149. Negativer Spitzenreiter ist derzeit der Erzgebirgskreis in Sachsen mit einer Inzidenz von 2.006.

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