Mehrwegbecher

Grauer Becher, blauer Deckel und ein Adler drauf: Frankfurt setzt im Kampf gegen unnötigen Müll auf ein Pfandsystem für To-go-Kaffeebecher. 25 Millionen Becher werden derzeit weggeworfen - pro Jahr.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Müll: Frankfurt im Kampf gegen Becher-Berge

Marlene Haas und Claudia Schäfer (Initiative Cup2gether), Umweltdezernentin Rosemarie Heilig, Systempartner und Aral-Tankstellen-Pächter Helge Seidel sowie FES-Geschäftsführer Dirk Remmert
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Die Stadt will mit den neuen Bechern den Müllberg aus Einweg-Bechern abbauen. An der Aktion "#MainBecher" nehmen zunächst 25 Cafés, Bäckereien oder Tankstellen teil, bis zum nächsten Jahr sollen es 200 sein.

Nach Angaben von Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) soll das Pfandsystem in den kommenden Monaten auf das gesamte Rhein-Main-Gebiet ausgeweitet werden. "Es ärgert uns, dass es diese Einwegbecher gibt", sagte sie am Donnerstag in Frankfurt. Nach Angaben der Stadt landen jährlich rund 25 Millionen To-go-Kaffeebecher in den öffentlichen Mülleimern.

Stadt will bis 2021 auf 150.000 Becher kommen

Die Pfandbecher bestehen aus einem Abfallprodukt der Papierherstellung. Sie können in den teilnehmenden Läden für drei Euro gekauft, befüllt und dort auch wieder zurückgegeben werden. Zum Start der Aktion stellt der stadteigene Entsorgungsbetrieb FES 30.000 Becher bereit, bis Ende 2021 sollen rund 150.000 im Umlauf sein. Die Kosten für das Pfandsystem beziffert die Stadt auf mehr als 100.000 Euro.

Die Cafés und Tankstellen müssen für die Teilnahme an der Aktion nichts zahlen. Kunden erkennen die Teilnehmer an einem entsprechenden Aufkleber im Schaufenster.

Auch in Kassel und Marburg gib es vergleichbare Systeme, Darmstadt möchte auch Mehrwegpfandbecher einführen.

Sendung: hr3, 19.09.2019, 11.00 Uhr