Intensivbett mit Beatmungsgerät

Die Sorge war groß, es könnten in der Corona-Krise nicht ausreichend Beatmungsgeräte zur Verfügung stehen. Zumindest in Hessen zeichnet sich aber kein Engpass ab. Das liegt auch an verbesserten Therapiekonzepten.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Die meisten Kliniken sind gut mit Beatmungsgeräten versorgt"

Beatmung Intensivstation
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Der Bedarf an Beatmungsgeräten in der Corona-Pandemie ist in Hessen mehr als ausreichend gedeckt. Rund 3.000 solcher Geräte stehen aktuell im ganzen Land zur Verfügung, wie das Sozialministerium auf hr-Anfrage mitteilte.

Allein in den Kliniken sind demnach rund 2.200 Beatmungsgeräte betriebsbereit. Bei Bedarf könnten weitere 400 Geräte bereitgestellt werden, die vom Land und der Bundesregierung als Reserve beschafft wurden. Außerdem gebe es in Laboren und Arztpraxen noch mehrere hundert Geräte.

Kapazitäten übersteigen Bedarf bei weitem

Die Kapazitäten liegen damit weit über dem derzeitigen Bedarf. Zuletzt wurden laut Sozialministerium 112 COVID-19-Patienten in Hessen maschinell beatmet, zusätzlich stünden rund 800 bereits ausgerüstete und freie Beatmungsbetten zur Verfügung. Durch verbesserte Therapiekonzepte werden Erkrankte inzwischen zudem in weniger Fällen beatmet als noch zu Beginn der Pandemie.

Beatmungsgeräte waren bei Ausbruch der Pandemie ein weltweit begehrtes Gut. Start-Up-Firmen entwickelten Maschinen aus dem 3D-Drucker und US-Präsident Trump wollte sogar den Autohersteller General Motors per Dekret dazu zwingen, solche Maschinen zu bauen. In Hessen entwickelte beispielsweise Heizungshersteller Viessmann ein Beatmungsgerät, das größtenteils aus Teilen für Gasheizungen besteht.

Sendung: hr-iNFO, 28.05.2020, 8:56 Uhr