Impfstoffe von Moderna, Biontech Pfizer und Astrazeneca

Der Impfstoff von Astrazeneca ist offiziell für alle Altersgruppen ab 18 Jahren zugelassen. In Hessen wird jedem Impfkandidaten eines der drei verfügbaren Präparate zugelost. Die Terminvergabe erfolgt bis auf Weiteres kurzfristig.

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Eine Spritze mit dem Astrazeneca-Impfstoff wird aufgezogen.
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Bis Freitagnachmittag war der Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland offiziell nur für Menschen unter 65 Jahren zugelassen. Die Beschränkung fällt jetzt weg. In Hessen fällt deshalb auch die starre Zweiteilung weg: Ältere Impfkandidaten bekamen Biontech Pfizer oder Moderna, die Jüngeren immer Astrazeneca. Ab jetzt werde gelost, teilte das Innenministerium auf hr-Anfrage mit.

Verimpft wird, was der Computer auswählt - und das richtet sich allein nach den vorhandenen Impfstoffmengen. Das Ministerium stellt klar: "Eine Impfstoffwahl für aktuell priorisierte Personen besteht weiterhin nicht."

So soll vermieden werden, dass ein weniger populärer Stoff in den Regalen verstaubt. Bisher hatte vor allem das Produkt von Astrazeneca Image-Probleme - zu Unrecht, wie Experten immer wieder betonen.

Viele aus zweiter Prioritätsgruppe warten

Schon seit Freitag werde bei jeder neuen Terminvergabe gleich der Impfstoff zugewiesen, teilte das Innenministerium mit. Das Vergabeverfahren selbst ändere sich nicht: Erst registriert man sich über eine der beiden Telefon-Hotlines oder auf der Internetseite des Landes. Dann bekommt man irgendwann Post. Darin steht laut Ministerium neben dem Termin der zugeteilte Impfstoff.

Inzwischen haben sich laut Land über 700.000 Menschen aus der zweiten Priorisierungsgruppe für eine Covid-Schutzimpfung registriert. Der Großteil von ihnen wartet noch auf einen Termin. Das Ministerium teilt mit, derzeit würden nur Slots in der Woche ab 22. März belegt. Erst danach würden weitere Termine vergeben. So lasse sich die Terminvergabe besser auf die zu einem Zeitpunkt tatsächlich vorliegende Menge an Vakzinen abstimmen.

Kurzfristige Termine wegen unklarer Impfstofflieferungen

Am Wochenende kündigte zum Beispiel Astrazeneca an, weniger Dosen zu liefern als zugesagt. Das Innenministerium will die Impfwilligen deshalb kurzfristig einladen: "Im Ergebnis erfahren die registrierten Bürgerinnen und Bürger in etwa eine Woche vor ihrem Termin für die Erstimpfung, wann sie dran sind - per Mail oder mit der Post."

Sendung: hr-iNFO, 14.03.2021, 7 Uhr