Weihnachtsmarkt Fulda
Auf dem Fuldaer Universitätsplatz erwarten ab Freitag zahlreiche Buden die Besucher. Bild © Tourismus und Kongressmanagement Fulda

Wenn Weihnachtsmärkte wie der in Rüdesheim schon jetzt ihre Pforten öffnen, sparen die Kirchen nicht mit Kritik. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau sieht den Zauber von Weihnachten in Gefahr. Nach den Feiertagen aber dürfe das Geschäft ruhig weitergehen - als "Wintermärkte".

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Wenn der Rüdesheimer Weihnachtsmarkt (Rheingau Taunus) am Donnerstag um 19.15 Uhr offiziell eröffnet wird, ist er der erste Weihnachtsmarkt im Land: vier Wochen vor Weihnachten - und, aus Sicht der Kirchen, noch schlimmer - vor dem Totensonntag an diesem Wochenende. In Fulda und Limburg eröffnen am Freitag weitere Weihnachtsmärkte.

Auch wenn alle drei Weihnachtsmärkte am Totensonntag geschlossen haben, kritisierte die evangelische Kirche den immer früheren Beginn. "Eine künstliche Ausweitung der Adventszeit beschädigt ihren besonderen Zauber", sagte Volker Rahn, Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). "Wenn immer Advent ist, ist es keine besondere Zeit mehr." Außerdem passe die Eröffnung der Weihnachtsmärkte nicht in die Zeit des Gedenkens, die diese Woche mit dem Buß- und Bettag und dem Totensonntag darstelle.

"Wenn es ums Geschäftliche geht - dann nach Weihnachten"

Dagegen hat die EKHN kein Problem damit, wenn die Weihnachtsmärkte nach Weihnachten weitergehen - in Form von Wintermärkten. "Weihnachten geht aus kirchlicher Sicht sowieso bis weit ins Neue Jahr“, erklärte Rahn dem hr. Nach dem liturgischen Kalender gehe Weihnachten mindestens bis zum Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Januar. Wenn es ums Geschäftliche gehe, sei das "ein Entgegenkommen" der Kirchen und besser, als immer früher anzufangen.

Auch bundesweit hatten die Kirchen die immer frühere Eröffnung vieler Weihnachtsmärkte als Ausverkauf des wichtigen christlichen Festes kritisiert. So öffneten an diesem Donnerstag auch die Weihnachtsmärkte in Freiburg, Bochum, Düsseldorf und Dortmund.  

Ihre Kommentare Von wann bis wann sollte es Weihnachtsmärkte geben?

26 Kommentare

  • Tja, hätten sich die Kirchen bloß mal "Weihnachten" als eingetragenes Markenzeichen urheberrechtlich schützen lassen! Dann könnte man die Märkte als "Jahresendzeit-" oder "Wintermärkte" unmittelbar nach der Freibadesaison eröffnen. Ich steh' nicht auf kollektives Glühwein-Saufen und Weihnachtskitsch made in Taiwan und Fabriklebkuchen kriege ich bei Lidl und Aldi sowieso billiger. Mir ist es also völlig wurscht, wann diese Märkte stattfinden, denn ich werde eh keinen besuchen. Um mich in Weihnachtsstimmung zu versetzen, reicht mir ein Adventsgottesdienst und ein paar Tannenzweige in der Wohnung völlig aus.

  • Ich akzeptiere Weihnachtsmärke vom Tag nach dem Totensonntag an bis
    zum 23.Dezember. Am 24.12. sollte zu sein, wegen Heiliger Abend.
    Wegen mir dann weiter nach den Feiertagen bis zum 6.Januar als "Wintermarkt" .
    Siehe, ich verkündige Euch ein großes Geschäft, das Allen wiederfahren wird.
    Die meisten in Deutschland lebenden Menschen wissen doch gar nicht mehr, warum
    die Christen Weihnachten feiern. Obwohl das war ja früher ein heidnisches
    Sonnwendfest, das die Missionare und Kirchenfürsten später als Christi Geburt und
    Weihnachten festgelegt haben. Jwesus ist nicht Weihnachten geboren, sondern im
    Spätherbst. Das ist aber egal. Das Kirchenjahr erzählt die Geschichte Jesu von seiner
    Geburt bis zum Tode und das Wirken auf Erden. Es ist nicht wichtig, ob die Daten stimmen.
    Fragen Sie mal die Moslems, was die von Weihnachten halten ! Kennen die überhaupt
    den Geburtstag von Mohammed und das Sterbejahr ?

  • Vom 1.Dez bis 26.Dez. Ich glaube, das reicht. Dann sind ja alle schon auf den Jahreswechsel fixiert

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