Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Klimaaktivistin tritt in Hungerstreik

Klimaaktivistin Sarah Haenßgen

Die Klimaaktivistin Sarah Haenßgen aus Frankfurt ist in den Hungerstreik getreten. Sie begleitet damit eine Streikwoche an Universitäten, die mit einem globalen Fridays for Future-Aktionstag ihren Höhepunkt finden soll.

Die letzte Mahlzeit vor der Demo: Ein kleiner Salat zum Frühstück. Das war es dann. Am Freitagmittag ist die Frankfurter Studentin Sarah Haenßgen im Rahmen der 49. Fridays for Future-Streikwoche in den Hungerstreik getreten. "Wir machen deutlich, dass es nicht um bloßes 'Schwänzen' von Unterricht geht, sondern dass wir es ernst meinen", erklärt sie.

Sie und ein Mitstreiter aus Berlin begannen den Hungerstreik während einer Klima-Demonstration am Freitag im Stadtteil Bockenheim. Geplant sind in den kommenden Tagen weitere Aktionen, unter anderem von den Students for Future. In Frankfurt rufen die Aktivisten alle Studierenden und Dozierenden auf, eine Woche lang die Universität zu bestreiken und stattdessen an Workshops und Seminaren zum Klimawandel teilzunehmen. Auch in Marburg sollen ähnliche Aktionen stattfinden.

Sarah Haenßgen Demo

Aktivistin: "Wir können noch so viel gemeinsam erreichen"

Die Studentin der Romanistik und Soziologie will mit ihrem Hungerstreik wachrütteln. Sie fordert mehr Engagement im Kampf gegen den Klimawandel. "Es ist zwar schon fast zu spät, aber wir können noch so viel gemeinsam erreichen", sagt Sarah Haenßgen. Schon in der Vergangenheit habe sie bei Umweltschutz-Aktionen mitgemacht. So habe sie bei der Aktion "Ende Gelände" versucht im Rheinischen Braunkohlerevier, Kohlebagger zu stoppen.

Nun also ein Hungerstreik für das Klima. Bis zum kommenden Freitag will die Studentin nur Wasser und gesüßten Tee trinken. Am 29. November hat die Fridays for Future-Bewegung zu einem globalen Aktionstag aufgerufen. Alleine in Deutschland sind 430 Demos geplant.

Sendung: hr-iNFO, 22.11.2019, 11.42 Uhr