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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Viele Städte und Kreise haben keinen Impfstoff mehr

Eine Impfdosis wird mit der Spritze aufgezogen.

Zwölf Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen ist der Impfstoff gegen eine Corona-Infektion ausgegangen. Unter Altenheimbewohnern ist die Impfbereitschaft hoch, beim Personal gering.

In Kassel und Darmstadt ruht aktuell der Impfbetrieb mangels Serum. Genauso sieht es in zehn von 21 Landkreisen aus, etwa im Vogelsberg, im Rheingau-Taunus und in Waldeck-Frankenberg. Die Verwaltung in Korbach berichtete dem hr auf Anfrage, alle gelieferten 1.755 Impfdosen seien verbraucht. Jetzt warte man auf Nachschub.

Der hr erfuhr bei einer Umfrage unter allen hessischen Kreisen und kreisfreien Städten, dass bisher jedes dritte Alten- und Pflegeheim Besuch von den Impfteams bekam. Die Bewohner zeigten eine hohe Impfbereitschaft. Um die 80 Prozent hätten Ja zum Piks gesagt, teilweise sogar sämtliche Bewohner eines Heims.

Anders stellt es sich beim Personal dar. Den Angaben zufolge verzichtet in manchen Heimen jeder zweite Mitarbeiter auf den Immunschutz.

Nachschub soll am Freitag kommen

Wann die Impfung von Heimbewohnern und Mitarbeitern abgeschlossen ist, lässt sich noch nicht absehen. Die meisten Kreise gehen davon aus, bis Ende des Monats allen Impfbereiten die erste von zwei Spritzen verabreichen zu können - vorausgesetzt, es gibt Nachschub.

Das Land versprach den Kreisen und Städten zunächst für vergangenen Montag rund 49.000 neue Impfdosen. Der Bund habe die Lieferung jedoch auf diesen Freitag verschoben, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Davon werde eine Hälfte gleich verimpft. Die andere Hälfte werde für die vorgesehene zweite Impfung einige Wochen später eingelagert.

Sendung: hr3, 06.01.2020, 18 Uhr