Ihre Kommentare Wie sollten die Schulen Wissenslücken stopfen?

34 Kommentare

  • Man sollte allen Schülern die Möglichkeit geben, ein Jahr zu wiederholen um dann durchstarten zu können. Ein Jahr also sei der COVID Pandemie geschuldet. Auf einer Ebene, denn es gibt in den verschiedenen Schulen, Klassen, Fächern zu viele Unterschiede in der Vorgehensweise - das ist individuell nicht zu greifen!

  • Eine Idee wäre es, Schülern aus einem Jahrgang, die Schwierigkeiten hatten mit dem Weiterlernen zu Hause, zusammen zu fassen und die Klasse wiederholen zu lassen. Somit wären sie mit Gleichaltrigen zusammen und haben die Chance, sich das Wissen anzueignen, ohne von der Schule gehen zu müssen oder benachteiligt im Unterricht vorangehen zu müssen.

  • Viele Schüler haben keine Lücken durch den Distanzunterricht, andere wiederum haben fast nichts lernen können zu Hause.
    Folglich sollte man tatsächlich erstmal den Wissensstand erheben und individuell fördern.
    Unsere Klassen sind dafür zu groß, darum sollten mehr Anstrengungen unternommen werden, die Klassenstärken zu reduzieren.
    Jetzt, im Akutfall , könnten Lernprogramme auf Tabletts ( auch im Präsentunterricht!) helfen.
    Damit können Schüler unter Aufsicht und ohne Ablenkung zumindest stundenweise an ihren individuellen Baustellen arbeiten .
    Die Endgeräte müssten von den Schulen bereitgestellt werden.
    Es gibt einige Schulen , auch Grundschulen , die damit schon jahrelang Erfahrung haben.
    Die sollte man fragen.

  • Meine Kinder haben in dieser Zeit eine Menge gelernt. Was wirklich wichtig ist im Leben. Leben steht über Konsum. Verantwortung übernehmen. Selbstorganisiertes lernen. Anderen helfen. Verzichten in der Wohlstandsgesellschaft.
    Eigene Gestaltung der Freizeit. Sich selbst beschäftigen können. Und den sicheren Umgang mit dem PC. Weil Powerpoint und Exel sind doch anders als zocken... und wie wichtig die Wissenschaft und Forschung sind! Das Leben ist kein Ponyhof! Usw..usw...
    Das bisschen Lehrplan holen sie schon irgendwie selbst nach, oder werden es nicht vermissen- Im Gegensatz zu ihren Liebsten


  • Ich arbeite mit Kindern und mir fällt schon seit Jahren auf, dass es kaum gesunde Kinder da draußen gibt! In Kitas freuen wir uns über " gesunde Kinder". Durch alle Schichten durch!
    Entweder Narzissten oder verwahrlost! In den Schulen ist es kaum anders. Jetzt durch die Kriese haben wir einfach einen Schuldigen gefunden! Entweder Corona, die Schulen oder die Politik, aber niemals die Armen Eltern!

  • Mehr Gelassenheit! Genau das habe ich (4 Kinder 7-18 Jahre) mir für's Homescool auch zum Ziel gesetzt. Wenn interessieren irgendwann die Reli Noten der 6 Klasse? Hart gesehen geht es hier um Leben und Tod. Hauptsache die Kinder gehen nicht psychisch kaputt aus der Kreise raus. Deshalb bitte bloß nicht das Schuljahr verlängern! Kinder sind keine Gefäße in die wir einfach wissen gießen können und das dann eben langsamer aber länger tun können. Emotional stehen alle Kinder doch auch unter großem Stress. Sorgen vor Dingen die sie kaum verstehen, Sorgen vor Krankheiten und Angst um ihre Liebsten! Wir alle brauchen und freuen uns auf unsere Ferien. ABER, bitte auf keinen Fall zu früh die Jugend wissen lassen, dass keiner Sitzen bleibt

  • Was Erika aus Frankfurt schreibt, ärgert mich masslos. Wenn ich von solchen Kollegen höre, bin ich erschüttert. Leider werden nur die Negativbeispiele in der Öffentlichkeit bekannt. Ich bin an einer Schule, an der bereits vor der Pandemie eine Lernplattform zur Verfügung stand, die letztes Jahr zum vollen Einsatz kam. Teams hat das ganze dann noch etwas unterstützt, was aber ausbaufähig war. Im Sommer haben wir auf eine datenschutzkonforme Telef./Videoplattform umgestellt. Alle meine Stunden finden so statt mit der normalen Gabe von Hausaufgaben, was mich freut, denn es klappt m.E. sehr gut. Letztes Jahr haben wir an unserer Schule so viel mehr als normal gearbeitet, weil die ganzen eingesandten erledigten Aufgaben auch alle von uns korrigiert wurden, was den zeitlichen Rahmen sehr gesprengt hat, aber für meine Schüler habe ich das gerne gemacht.
    Es ist schwer, die eig. Motivation aufrecht zu halten, wenn man fast nur Klagen über die schlechtorganisierten Schulen liest.

  • Ich würde vorschlagen, dass man die Wissenslücken alle zusammen in der Grundschule in der 3./ 4.Klasse 1 Jahr wiederholen können. Es soll niemand sitzenbleiben. Ich mache mir meine Gedanken um meine Tochter, da sie grosse Lücke hat trotz Homeschooling und 1 Jahr nach Absprache von ihrer Lehrerin und Schulphysologin wiederholt. Für mich persönlich belastet mich sehr dass ich viele Gedanken mache und meine Tochter verweigert es trotz ruhige Gespräche. Die lange Corona Zeit hat uns alle Nerven gekostet mit Schulschliessungen, Homeschooling. Meine Meinung wäre besser dass man 1 Jahr komplett alle man zusammen wiederholen soll und nicht in der andere Klasse wiederholt. Es ist einfach Schade dass man keine Gedanken darüber gemacht hat. Selbst unsere hessische Regierung auch nicht!!!!

  • Keine Ahnung, es fehlt an Kreativität und Innovation und auch an Mut, Lehrpläne zu entschlacken, neue Wege zu gehen. Geld zu investieren für kleinere Lerngruppen. Aber es geht nicht nur um Wissen. In Bezug auf die Kinder sollten auch die sozialen und gesundheitlichen Folgen endlich in den Blick genommen werden. Aber Kinder werden in diesem Staat konsequent ignoriert. Es geht nur um Leistung und funktionieren. Wir Eltern erfahren das seit Monaten am eigenen Leib. Außer arbeiten und Kinderbeschulung, - Betreuung und Versorgung gibt es kein Leben mehr. Geld für Bundesliga, Lufthansa ist da, aber nicht für die Kinder. Hauptsache der Haarschnitt von Oma und Opa sitzt. Leider können Kinder nicht wählen, dann sehe die Politik anders aus. Armes Deutschland!

  • Vermutlich ist es nicht leicht, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen, denn 'die/der andere' weiß es eh besser. Schaue ich mir meine Eltern-Generation an, so sind diese zwischen 1934 und 1939 eingeschult worden. Lernen in diesen Zeiten war sicherlich auch eine seelische Belastung, wenn plötzlich die beste Freundin oder Freund nicht mehr kommen durfte. Das Haus/die Wohnung in Trümmern lag, Freunde verschüttet, das Schulgebäude zerstört. Auch keine Eltern da, die in Ruhe mit dem Kind lernen konnten, weil zum Schanzenbau oder Armee herangezogen oder gar die Sirenen in die Lufzschutzkeller riefen. Nach dem Krieg in Trümmern lernen und ohne Elterntaxi zur Schule zu dürfen sind - von Ernährungsmangel mal abgesehen - auch nicht zu vergessen. Und trotzdem haben die meisten Kinder diese traumatische Zeit überstanden und einen Beruf erlernen können. Ich finde, da geht es unseren Kindern heute - trotz Einschränkungen - so gut, dass man vielleicht manche Fehlentscheidung verzeihen kann.



  • Mehr Stunden in den Hauptfächer unterrichten, d.h. Nebenfächer kürzen oder momentan NICHT UNTERRICHTEN!

    NACHHILFE EXTERN "KOSTENFREI" UND ÜBER INTERNET( Homeschooling) anbieten!

    NOTENDRUCK RAUSNEHMEN!
    (Das blockiert viele Schüler!)

    Kostenfreie Lernprogramme für Schüler! Z.B.
    LERNSPIELE! "Mit Spaß zum Erfolg!"

    "MÜSSTE "auch im Schulunterricht angewendet werden!



    Ab Klasse 1 bis zum Schulabschluss arbeiten mit dem PC ! UNTERRICHTSTUNDE EDV!

    Es fehlt EDV - Unterricht!
    AUSSTATTUNG AN SCHULEN MIT COMPUTERN!
    Word,- und Powerpoint MUSS in den Schulen gelernt werden!

    Schwächere Schüler 2021 versetzen in die nächste Klassenstufe !

    KEIN SITZENBLEIBEN - KEINE QUERVERSETZUNG! Dann schauen, ob sich fehlender Schulstoff kompensieren lässt!

  • Digitale Lernstandserhebungen, Unterstútzungssystem f Bildungsschwache, aufsuchende Sozialarbeit v Haustür, Ferienunterricht, auch Förderung kultureller u sportlicher Fähigkeiten, f Bildungsschwache kostengünstig.

  • Es ist absolut essentiell, dass den Grundschulen Förderstunden zur Verfügung gestellt werden - die gibt es regulär in Baden-Württemberg nämlich nicht! Ferienkurse nach dem Motto "Die Lehrer sollen das zusäzlich leisten und nach 2 Wochen sind die Kinder fit" können ja wohl nicht die Lösung sein, weil sie eben weder für die Lehrer noch für die abgehängten Kinder eine langfristige Lösung sind. Und ebenso funktioniert es nicht, die Kinder im Klassenverband (mit bis zu 28 Kindern!) angemessen zu fördern. Es braucht Förderstunden, um passgenau die Kinder mit den Themen, die sie benötigen, langfristig fördern zu können. Aber dazu müsste man halt mal das Thema Lehrermangel an sich angehen. Das war nämlich der Grund für die Streichung der Förderstunden an unseren Grundschulen. Das KM macht es sich halt immer sehr einfach - hauptsache gespart! Grundschullehrer endlich nach A13 zu besolden, um den Lehrermangel in diesem Bereich zu behenen, wäre ein Anfang!

  • Vor allem mit Interesse an den Schülern. Ich finde es richtig aktuell im Distanzunterricht zu agieren, bin aber sehr enttäuscht wie das an unserer Schule umgesetzt wird. 9. Klasse und ausser Arbeitsblättern einzustellen findet nichts statt. Lehrer sind nicht erreichbar, noch gibt es irgend eine Art der Kommunikation. Wenn der Schüler sich alles alleine beibringen könnte, wäre er Student, nicht Schüler. Beim Stoff der 9. Klasse kann man als Eltern teilweise helfen, aber meist eben nicht mehr. Was man aber sehr wohl von Seiten der Lehrer kann ist sanktionieren, Aufgaben nicht hochgeladen = 6. Gehts noch? Dazu sage ich pädagogisch = 6! Keine Kontaktaufnahme, woran liegt es, brauchst Du Hilfe, sondern die Unterstellung es wird nichts gemacht. Der Grund dahinter ist Aufgabe weil man es nicht versteht, weil der Lehrer ohnehin kein Feedback auf die Aufgaben gibt und natürlich weil so langsam die Motivation sinkt. Defizite sind schon da, die Schule wird den Lernstand aber nicht abholen.

  • Covid ist nicht das Problem - Covid macht sie nur sichtbar!
    Viele Lehrer sind mittlerweile antriebslos und demotiviert, auch schon vor Corona !! Bei uns auf dem Land hält sich der "Schaden" in Grenzen, aber die Städter sind da eher betroffen!
    Wie ein Vorredner schon gesagt hat, für das restliche Schuljahr eine Analyse betreiben - wo und welche Lücken es zu schließen gibt! Sich auf das Wesentliche konzentrieren!

    Ich halte nichts davon, ständig die Kinder durch die
    Schuljahre zu winken. Die Lücken sind gravierend! Ein Wiederholungsjahr für alle die es brauchen!!

    Abschließend möchte ich aber sagen, wenn man mal über den Tellerrand schaut, die Schulproblematik haben andere Länder auch...Deutschland alleine hatte keinen Lockdown, sondern alle rundherum...immer nur auf Lorz und Co zu schimpfen, bringt uns nicht weiter. Andere hätten es vermutlich auch nicht viel besser gemacht, vielleicht noch eher das Gegenteil - nämlich die, für die es Covid gar nicht gibt!!

  • Ich sage nur: Die Lehrer*innen haben jetzt erstmal Rosenmontag frei
    Wollen bestimmt Fasching feiern gehen!
    Echt schade was mit unserer Kindern und Jugendlichen gemacht wird. Am sinnvollsten wäre, dass alle das Schuljahr wiederholen...Uns ist noch garnicht bewusst wie viele Kinder und Jugendliche jetzt aus diesem ganzen System rausfallen und es interesiiert keinen, leider... Öffnet bitte alle Schulen, Klasse 1 - 13 für den Wechselunterricht...

  • ich würde erstmal die schnelltest einführen um überhaupt ein normales schulsystem wieder starten zu können, es ist eine absolute desolate leistung vom bund und kulturministerium, wie sie mit den kindern/schülern umgegangen sind und man sollte sich überlegen, ob man sie nicht wegen schwerer körperliche wie seelische mißhandlung anzeigt, jetzt so eine diskussion zu führen, wo alles schon kaputt ist und nicht mehr repariert werden kann, sagt alles aus, wie unfähig die sogenannten politker sind, es wäre sinnig alles auf 2019 zurückzusetzten, weil die wissenslücken einfach nicht zu überbrücken sind und nicht unter den teppisch gekehrt werden können, schade um die eltern, die sich den arsch aufgerissen haben um ihren kindern, ein halbwegs vernünftigen unterricht gewährleistet haben

  • Die Grundfragen ist, welches Wissen wird benötigt. Wie bereits viele Studien zeigen, wird viel zu viel Wissen gepaukt. Wichtig ist für die Kinder, das Lernen an sich zu lernen. Und ist dies nicht flexibler und selbstbetimmter geworden? Mussten nicht viele sich selbst oder mit ihren Eltern Strategien zum Erlernen überlegen? Erst Tutorial und dann Arbeitsblatt, oder umgekehrt? Partnerübungen via Teams, Zoom und Co. Wäre das nicht auch in Zukunft möglich? Bildungsanbieter zeigen es jetzt schon. Z.B. Allright Englisch! Ich glaube, es wird viel gutes bleiben. Wir müssen davon weg kommen, dass es digital in der Pandemie ist und nach Corona endlich analog wird. Es wird hybrid werden. Digitale wird mit Präsenz verwachsen und das ist gut so.

  • Gar nicht. Haben weder die Ausbildung, noch den Fleiss. Aber die Absicherung, nie zur Verantwortung gezogen zu werden.

  • Ich finde, Hr Maaz hat es gut zusammengefasst.
    Bei uns (u den meisten Klassenkameraden unserer Kinder) hat Homescooling gut funktioniert. Die Kinder sind deutlich entspannter und konnten wesentlich besser lernen, sogar Wissenslücken schließen

  • "Das, was die Politiker hier leisten, ist eine große Herausforderung."

    Habe ich etwas verpasst? Die Bundesbildungsministerien und die Kultusminister der Länder haben außer "Maskenpflicht" etwas geleistet? Da muss mir viel entgangen sein aber ehrlich gesagt, nach diesem Satz kann ich die Aussagen des Herrn nicht mehr ernst nehmen.

    Wie man die Lücken stopfen könnte? Durch einen gesichtswahrenden Prozess, in dem Kinder zu Leistungsgruppen zusammengefasst und gefördert werden und bei dem am Ende für alle eine "Neueinstufung" stattfindet, um das Stigma "sitzen bleiben" zu vermeiden.

    Zusätzlich müsste man über den eigenen Schatten springen und Lücken in bestimmnten Fächern einfach hinnehmen: Deutsch (in Grenzen), Mathe, Englisch und die Naturwissenschaften sind elementar, auf den Rest muss man aktuell auch mal verzichten können.

  • "Eine Verlängerung des Schuljahrs würde die Probleme nicht lösen", sagt der Experte mit der unpraktischen Vita ohne ein einziges Argument zur Sache zu benennen. Ich habe im Homeoffice meine Stunden gekloppt und kann das auch nachweisen. Gewisse Schullehrerinnen haben das nachweislich nicht gemacht. Alte Übungszettel wollen halt nicht so in die neue Technik rein. Die dürfen sich in den Sommerferien dann mit den abgehängten Schülern und Schülerinnen ans Nachholen machen.

  • Für mich sind Kinder die großen Verlierer der Pandemie. Am wenigsten gefährdet und am meisten eingeschränkt. Die Übervorteilung Älterer zeigt sich vor allem in der Begründung der jetzigen Öffnung von Frisören, weil es ein großes Grundbedürfnis älterer Menschen sei.
    Gerontokratie...

  • Für die Schulpolitik gilt das Gleiche, was auch für alle anderen Sparten der Gesellschaft gilt. Erst einmal eine nüchterne Bestandsaufnahme machen. Faktencheck.

    Ob und vor allem: wo Wissenslücken bestehen, müsste erst einmal gründlich untersucht werden. Wissenslücken kann man stopfen, n a c h d e m sie festgestellt wurden. Nicht umgekehrt.

    Der schulische Fächerkanon gehört auf den Prüfstand gestellt. Mit dem Ziel, eine Balance aus traditionellen Bildungsinhalten mit modernen zu erreichen. Nicht alles Alte ist schlecht, nicht alles Neue ist gut. Oder umgekehrt.

    Technik wird meines Erachtens überbewertet, elementare Dinge wie Kommunikation und soziales Verhalten bleiben häufig auf der Strecke.

    Eine Krise wie diese bietet die Chance zu Prüfungen der schulischen Inhalte und Vermittlungstechniken. Nutzen wir sie. Unsere Kinder und Enkelkinder werden es uns irgendwann danken.

  • Wir sollten vor allen Dingen in dieser Situation unseren allgemeingültigen Leistungsdruck mal überdenken!
    Was spricht dagegen die Kinder aller Schulklassen ein zusätzliches Wiederholungsjahr einzuführen?

    Bis dahin sollten die Klassen halbiert werden, einen Teil,die Frühaufsteher, von 8 Uhr bis 10:30 Uhr und dann der andere Teil von 11 Uhr bis 13:30 Uhr, dadurch könnten die Lehrer kontinuierlich planen, eine halbe Stunde zum Lüften und so weiter sollte ausreichen dazwischen und die Kinder bekommen einen geregelten alltäglichen Rhythmus! Wochenweise oder Tageweißes wechseln bringt noch mehr Chaos in den Lebenswandel! das nachgeholte Jahr kann man intensiv nutzen um Schwächen und Lücken gemächlich auszugleichen, es ist doch nicht schlimm wenn das Abi dann ein Jahr später gemacht wird, besser so aus lauter "Covidoten" ;-)

  • Ich finde es schon ziemlich verlogen, wenn Politiker plötzlich das Wohl der Kinder entdecken. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass in diesem Land in den letzten Jahrzehnten Bildungsgerechtigkeit, oder das Wohl der Kinder aus ärmeren Familien eine Rolle für Politiker gespielt hat. Geht es nicht eher um die Wählerstimmen der Eltern?
    Ob es den Kindern schadet, wenn sie für eine längere Zeit nicht zur Schule gehen, ist doch von den Familienverhältnissen abhängig. Mein Sohn hat das ganze 4. Schuljahr aufgrund eines Umzugs ins Ausland versäumt. Ich musste ihm erst die Grundkenntnisse der für ihn völlig fremde Sprache vermitteln, damit er dort zur Schule gehen konnte. Um es kurz zu machen, heute lehrt er Biologie an der LMU in München. Es geht immer nur darum, dass Kinder Unterstützung und Fürsorge erfahren. Dann können auch schwierige Lebenslagen ohne bleibende Schäden gemeistert werden.
    Lehrer wissen wer besonderen Förderunterricht benötig, darauf sollte sich Schule konzentrieren.

  • "Stopfen" ist das richtige Wort. Und da liegt auch das Problem. Wer jeden Tag an Hausaufgaben und Homeschooling mitwirken muss, ist ernüchtert. Von immer ansprechbar bis unsichtbar ist jeder Lehrertyp dabei. Hand auf's Herz, wer von Ihnen hat mit 11 Jahren motiviertes Selbststudium in sieben Fächern betrieben? Alleine vor'm Rechner. Ohne Pausen mit Freunden, ohne Sport im Verein.

    Wäre es vielleicht sinnvoll zu überlegen, ob man nicht den Lehrplan des Halbjahres auf die Grundlagen zusammenstreicht, die in den Folgejahren in den Hauptfächern wirklich gebraucht werden? Ist z.B. ein Kunstprojekt jetzt gerade echt notwendig? Wenn wir angesichts der Situation weniger Balast in Kinderköpfe "stopfen", bleibt sicher mehr Wichtiges hängen!

  • Mein Sohn ist in der 8 Klasse und wird vor den Osterferien nicht mehr in die Schule gehen. Was bleibt da noch vom Schuljahr bis zu den Sommerferien? Ich bin der Meinung es ist an der Zeit den Schülern die Möglichkeit einer freiwilligen Wiederholung in Aussicht zu stellen. Ich würde es "Pandemie bedingte Schulstoff Wiederholung" nennen! Kein Sitzenbleiben! Ihr seid nicht dumm. Ihr habt einfach keine Motivation mehr. Das was da gelaufen ist in den letzten 10 Monaten hat nichts mit Schule zu tun. Und lieber Kultusminister das wird einigen Schülern so gehen. Bitte nicht erst 3 Tage vor den Ferien darüber nachdenken dann ist es zeitlich mal wieder nicht umsetzbar.

  • Mein sechsjähriger Enkel schafft es völlig problemlos eine Videokonferenz über WhatsApp ins Leben zu rufen, während viele Lehrer es in einem Jahr nicht geschafft haben sich zusammenzutun und einen sinnvollen Hybridunterricht zu organisieren. Ohne ständig nach dem Kultusministerium zu schreien. Da frage ich mich schon wer hier Wissenslücken hat und wer besser auf's Leben vorbereitet ist.

  • Geht es heute wirklich noch um Wissen? Die Halbwertszeit von Wissen war nie so kurz wie heute im Informationszeitalter.
    Die Schüler haben in Sachen Selbstorganisation und Medienkompetenz viel mehr gelernt als im normalen Schulalltag vor Corona.
    In dieser Hinsicht war und ist die Coronazeit eine wertvolle Zeit, kein Verlust, sondern ein Gewinn!

  • Zitat: "Das verpflichtet die Länder gleichzeitig, die Möglichkeiten der föderalen Strukturen unseres Systems auch wirklich und sinnvoll zu nutzen."

    Wann wäre das je passiert? Der Bund sagt die Länder sind verantwortlich, die Länder schieben's auf die Kommunen oder die Schulen - die einen haben kein Geld, die anderen sind teilweise unterbesetzt und überaltert.

    Aber zum Schluss stehen die Kultusminister da und erzählen wie gut sie das doch alles gemacht haben.

    Liebe Kultusminister: Verordnungen und Hygienepläne sind kein Einsatz für die Schüler/-innen - sondern bestenfalls ausreichendes Beiwerk!

  • Die Kinder haben zum Teil, wenn sie bis Ostern Distanzunterricht haben, mit erstem und zweitem Lockdown fast 8 Monate Schule verloren. Natürlich wird das für alle Schüler in irgendeiner Form Nachteile haben, und Wissenslücken sowieso. Ich kenne niemanden, der zuhause (gerade bei älteren Schülern) eine Eins-zu-Eins-Betreuung gewährleisten kann. Ich will nicht in Pessimismus verfallen, aber den Optimismus dieses Forschers kann ich nicht nachvollziehen. Vor allem, dass die Schulen die Schüler beim Aufholen unterstützen sollen, das ist ein Witz. Sie sind ja angeblich eh alle schon so überlastet.

  • Die Defizite sind nicht so einfach messbar. Stille SchülerInnen werden noch stiller, das haben wir schon nach dem ersten Lockdown gemerkt. Sie reden einfach kaum noch. Rechtschreibschwächen verstärken sich wieder, auch bei älteren Kindern. Es sind Schlüsselqualifikationen, die leiden und die lassen sich nicht durch eine Abprüfung von Stoff messen.
    Und das, was die GrundschülerInnen im Moment verlieren, lässt sich nicht einfach nachholen.

  • Nach EINEM JAHR in der Pandemie wird an unserer Grundschule immer noch Montags ein Karton mit den Aufgaben für die Woche vor die Schultür gestellt, in den man dann am Freitag die gelösten Aufgaben legen so. In der vierten Klasse ist etwa ein Drittel der Kinder nicht in der Lage, richtig zu lesen und zu schreiben. Und diese Kinder sollen jetzt einfach alle auf die weiterführenden Schulen. Na dann viel Spass. Hier geht es nicht um das Stopfen von Lücken, hier werden die sozial schwachen Kinder eines ganzen Jahrgangs abgehangen. Das ist für mich das wahre long Covid.