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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rettung für Krankenhaus Wolfhagen in Sicht

Klinik Wolfhagen

Die Schließung der Klinik in Wolfhagen könnte vom Tisch sein. Der Kreis Kassel will die stationäre Versorgung wieder anbieten - in Zusammenarbeit mit einem Krankenhaus-Konzern.

Erst vor wenigen Tagen kündigte Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) an, dass die Klinik in Wolfshagen (Kreis Kassel) ab sofort nur noch ambulante Fälle behandeln werde. Der Aufschrei war enorm: Mehrere hundert Menschen demonstrierten für den Erhalt des Krankenhauses.

Nun könnte eine dauerhafte Schließung vom Tisch sein. Das defizitäre Krankenhaus soll aus dem Verbund der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH), an der die Stadt Kassel 92,5 Prozent und der Kreis Kassel 7,5 Prozent der Anteile hält, herausgelöst werden. Dann soll es der Kreis Kassel übernehmen. Das teilte die GNH am Freitag mit.

Demnach wird ein Verkauf zum 1. Juli angestrebt - mit im Paket: die zweite Kreisklinik in Hofgeismar. Der Kreis Kassel erklärte, es sei geplant, danach die stationäre Versorgung in Wolfhagen wiederaufzunehmen.

Zusammenarbeit mit Klinik-Konzern geplant

Der Kreis will für den künftigen Krankenhaus-Betrieb mit einem neuen Partner zusammen arbeiten. Ein Sprecher des Landratsamts sagte dem hr, dabei handele es sich um einen erfahrenen Klinik-Konzern. Weitere Details nannte er nicht. Der Kreistag muss der Übernahme noch zustimmen.

Die Schließung des Krankenhausbetriebs begründete Oberbürgermeister Geselle, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der GNH ist, mit Mängeln beim Brandschutz. Der Kreis hält das für einen Vorwand. Die Holding wolle den Standort Wolfhagen schon länger aus wirtschaftlichen Gründen schließen, sagte ein Sprecher des Kreises zu hessenschau.de.

Sendung: hr-iNFO, 06.03.2020, 18 Uhr