Eine Frau läuft durch eine nahezu leere Einkaufsstraße in Frankfurt. (dpa)

Die Stadt Frankfurt hat eine Corona-Bilanz für das Jahr 2020 gezogen. Auf der Liste für 2020 steht fast in allen Bereichen ein dickes Minus. Hier gibt's die Zahlen.

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Audioseite Wie Corona Frankfurt belastet

Ein Schild mit Piktogramm und Aufschrift Maskenpflicht von 8 bis 22 Uhr hängt am Römer in Frankfurt.
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Fünf Millionen Besucher weniger in Kultureinrichtungen, 500 Millionen Euro fehlende Gewerbesteuereinnahmen und ein Rückgang von fast 300.000 Fahrgästen pro Tag im Nahverkehr: Die Corona-Pandemie hatte Frankfurt 2020 fest im Griff. Nun hat die Stadt eine Bilanz gezogen. "Manches war sicherlich zu erwarten, einige Entwicklungen sind doch überraschend", sagte Stadträtin Eileen O’Sullivan (Volt).

Vor allem die Übernachtungsbetriebe in Frankfurt traf es hart. Die Zahl der Gäste sank um circa 65 Prozent, wie die Stadt Frankfurt am Mittwoch mitteilte. Besonders wenige Gäste kamen aus dem Ausland nach Frankfurt, die Zahl der ausländischen Gäste nahm 2020 um etwa 75 Prozent ab.

Einbruch bei Kultureinrichtungen und Frankfurter Messe

Auch die Kultur- und Freizeiteinrichtungen in Frankfurt wurden von der Corona-Pandemie stark getroffen. Die Besucherzahlen sanken um 55 Prozent, das entspricht ungefähr zwei Millionen Besucherinnen und Besuchern weniger als noch im Jahr 2019.

Die Messe Frankfurt konnte viele Monate keine Messen veranstalten. Deshalb gab es auch dort einen großen Einbruch: Die Besucherzahlen sanken um 85 Prozent, die Zahl der Ausstellerinnen und Aussteller um fast 70 Prozent.

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Weniger Fahrgäste im ÖPNV

Durch die Reisebeschränkungen gab es deutlich weniger Fluggäste am Frankfurter Flughafen. Fast 52 Millionen Passagiere weniger hatte der Flughafen zu verzeichnen. Das entspricht einem Rückgang von fast 75 Prozent im Vergleich zu 2019.

Insgesamt sei die Mobilität zurückgegangen, wie die Stadt mitteilte. "Nicht nur die Homeoffice-Pflicht, sondern auch die Angst vor Ansteckungen in Bussen und Bahnen ließen die Fahrgäste vor einer Nutzung des ÖPNV zurückweichen", hieß es. 284.000 Menschen weniger sind demnach durchschnittlich pro Tag mit dem Nahverkehr in Frankfurt gefahren.

Zahl der Straftaten gesunken

Aber es gibt auch erfreuliche Nachrichten. "Ein positiver Effekt der gesunkenen Mobilität ist, dass weniger Straßenverkehrsunfälle stattfanden", sagte Stadträtin O’Sullivan. Insgesamt kam es zu 20,6 Prozent weniger Verkehrsunfällen, bei denen auch weniger Menschen verletzt wurden (-19,7 Prozent).

"Erfreulich - aber eher überraschend - ist, dass 2020 ein Zehntel weniger Straftaten verübt wurden als noch 2019", so die Stadt. Eingeschränkte Mobilität und mangelnde Gelegenheiten scheinen weniger Delikte zugelassen zu haben, als dies vor der Pandemie der Fall war.

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Auf den städtischen Haushalt der Stadt Frankfurt hatte Corona massive Auswirkungen. Die Gewerbesteuereinnahmen brachen um circa 500 Millionen Euro ein. Der Schuldenstand stieg um fast 14 Prozent auf über 2 Milliarden Euro.

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