Icon: Hand mit Liste

An wen wende ich mich, wenn mein Kind Symptome des Coronavirus zeigt? Wie kann ich die Pflege meiner Angehörigen sicherstellen? Und wie kann ich als gesunder Mensch helfen?

An wen wende ich mich bei Krankheitssymptomen? 
Wo kann ich mich seriös über medizinische Fragen informieren? 
Ich bin schwanger, worauf muss ich achten?
Ich komme mit meinen schulpflichtigen Kindern nicht mehr klar - wer kann mir helfen?
Ich betreue pflegebedürftige Angehörige - was, wenn ich jetzt Krankheitssymptome zeige? 
Ich werde von einer ausländischen Pflegekraft versorgt. Was, wenn Sie nicht mehr kommen kann oder will? 
Ich bin gesund und würde gern helfen – was kann ich tun? 
Selbsthilfe aus dem Netz – Selfmade-Mundschutz und Desinfektionsmittel 

An wen wende ich mich bei Krankheitssymptomen? 

An ihren Hausarzt beziehungsweise an den Kinderarzt, und zwar telefonisch. Dort wird entschieden, ob ein Arztbesuch notwendig ist oder ob Sie sich oder Ihre Kinder nur selbst zuhause isolieren müssen. Falls der Hausarzt nicht erreichbar ist, können Sie die bundesweite Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Deutschland 116 117 anrufen. Tests zur Bestimmung des Coronavirus werden nur auf ärztliche Anordnung und nach telefonischer Terminabsprache durchgeführt. 

Bei lebensbedrohlichen Notfällen (z.B. Atemnot) - und nur dann - wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.

Wo kann ich mich seriös über medizinische Fragen informieren? 

Medizinische Fragen rund um das Thema Corona beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Dort gibt es auch Merkblätter in anderen Sprachen – unter anderem Arabisch, Russisch und Persisch – zum Download. Die Bundeszentrale warnt vor Panikmache und Falschmeldungen im Internet und erklärt hier, woran man seriöse Quellen erkennt. 

Das Bundesgesundheitsministerium hat außerdem grundlegende Informationen in einfacher Sprache erstellt. 

Weitere Informationen

Info-Hotline des Sozialministeriums

Das hessische Sozialministerium hat eine Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666. 

Ende der weiteren Informationen

Ich bin schwanger, worauf muss ich achten?

Es gibt momentan keine Hinweise, dass Schwangere, Ungeborene oder Babies besonders gefährdet sind. Allerdings lassen einige Kliniken aufgrund der verschärften Hygiene-Maßnahmen keine Begleitpersonen – auch Väter - mehr mit zur Entbindung. Wie Ihre Geburtsklinik das handhabt, müssen Sie vor Ort erfragen. 

Der Berufsverband der Frauenärzte beantwortet hier die wichtigsten Fragen für Schwangere und junge Mütter. 

Ich komme mit meinen schulpflichtigen Kindern nicht mehr klar - wer kann mir helfen?

Für Familien, in denen es wegen der Corona-Krise knirscht, stehen in jedem Schulamt Schulpsychologen für Beratungen bereit. Die Hotlines der Schulämter sind montags bis freitags mindestens von 9 bis 12 Uhr besetzt. Eine Übersicht der Telefonnummern finden Sie hier.

Ich betreue pflegebedürftige Angehörige - was, wenn ich jetzt Krankheitssymptome zeige? 

Wenn der zu Pflegende mindestens in Pflegestufe 2 eingestuft ist, können Sie bei der zuständigen Pflegekasse eine so genannte Verhinderungspflege beantragen. Diese kann auch von Freunden, Nachbarn oder Verwandten übernommen werden – es muss sich nicht um ausgebildete Kräfte handeln. 

Ich werde von einer ausländischen Pflegekraft versorgt. Was, wenn Sie nicht mehr kommen kann oder will? 

Pflegeverbände befürchten, dass nach Ostern zehntausende Pflegebedürftige nicht mehr zuhause versorgt werden können, weil viele Betreuungskräfte Deutschland verlassen. Erschwerend kommt hinzu, dass es bei der Wiedereinreise nach Deutschland Probleme geben kann – insbesondere für Menschen, die hier als Schwarzarbeiter tätig sind. Politisch sind noch keine Maßnahmen ergriffen worden, um dem zu begegnen. Wenden Sie sich umgehend an Ihre Pflegekasse, wenn sich das Problem abzeichnet. 

Auch in vielen anderen Fällen bricht das übliche Betreuungssetting zusammen: Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege schließen wegen des Coronavirus, ambulante Pflegedienste arbeiten anders. Für Betroffene und Angehörige ist das eine enorme Belastung. Die Verbraucherzentralen haben hier Informationen zusammengetragen, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt.

Ich bin gesund und würde gern helfen – was kann ich tun? 

  • Unterstützung für Krankenhäuser 

Besonders gefragt sind derzeit Menschen mit medizinischem Hintergrund - also Krankenschwestern oder Rettungssanitäter zum Beispiel. Sie können sich z.B. bei der Plattform match4healthcare registrieren. Daneben suchen einige Kliniken auch ehrenamtliche Helfer ohne einschlägige Vorerfahrung, etwa die Uniklinik Frankfurt und das Klinikum Fulda.

  • Blutspenden werden weiterhin gebraucht 

Die Zahl der Blutspenden ist in der Krise spürbar zurückgegangen. Trotzdem müssen laut Deutschem Roten Kreuz an jedem Werktag in Deutschland mindestens 15.000 Blutspenden gewonnen werden, um die Versorgung schwerkranker Patienten in den Kliniken lückenlos zu gewährleisten. Hier können Sie die aktuellen Termine in Ihrer Nähe recherchieren. 

Bildergalerie

Bildergalerie

zur hr4.de Bildergalerie Mund-Nasen-Maske selber nähen - Schritt für Schritt

Ende der Bildergalerie

Das Tragen von Mund-Nase-Masken in Läden und dem Nahverkehr ist inzwischen deutschlandweit Pflicht. Im Internet kursieren zahlreiche Anleitungen, wie man selbst einen Mundschutz aus Baumwollstoff nähen kann. Auch für Menschen ohne Nähmaschine gibt es diverse Bastelanleitungen im Netz. Worauf man sonst noch achten sollte, erklärt hr3.de hier. Auch diese einfachen Selfmade-Masken können die Ansteckungsgefahr minimieren, wenn der Träger selbst hustet und niest. Und sie verhindern, dass man sich selbst ständig ins Gesicht fasst – einer der häufigsten Verbreitungswege bei Tröpfchen-Infektionen. 

Ein Rezept zur Selbstherstellung von Händedesinfektionsmitteln nach Anleitung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kursiert seit einiger Zeit im Netz. Zwei Gründe sprechen dagegen: 

  • Die nötigen Zutaten sind leicht entflammbar, die Herstellung also nicht ohne Risiko. 
  • Selbstgemischte Rezepturen können die Haut angreifen. Und mit geröteten, gereizten Händen wird selbst das einfache Händewaschen schmerzhaft.  

Als vorsorgliche Hygienemaßnahme ist häufiges und gründliches Händewaschen der beste Weg.

Hier helfen Hessen

Die neue Website hessen-helfen.de verbindet Hilfesuchende und Helfer. Eine Aktion von hessenschau, hr3 und YOU FM in Kooperation mit dem Land Hessen.

Weitere Informationen

Hilfe für Unternehmer, Selbstständige und Arbeitnehmer

Hessen bekämpft die akuten Folgen der Corona-Pandemie mit milliardenschweren Soforthilfen. Hier finden Unternehmer, Selbstständige und Arbeitnehmer den direkten Weg zu den Anträgen - und Hilfsangeboten freiwilliger Arbeiter.

Ende der weiteren Informationen