Der Sohn des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sowie Angehörige der Opfer des Anschlags von Hanau haben gemeinsam gemahnt, Konsequenzen aus den Taten zu ziehen.

Sie trafen sich am Freitag zu einem Adventsempfang der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) unter dem Motto "Hingehen. Hinsehen. Hinhören" in einem Hanauer Jugendzentrum. Wegen der Pandemie fand der Empfang überwiegend digital statt. Nur einige Podiumsgäste waren vor Ort.

Man dürfe die Augen vor Extremismus und Hass jeglicher Art nicht verschließen, sagte Christoph Lübcke. Sein Vater war 2019 von einem inzwischen zu lebenslanger Haft verurteilten Rechtsextremisten erschossen worden. "Was hier passiert ist, darf sich nicht wiederholen", sagte Armin Kurtovic, Vater des am 19. Februar 2020 beim Anschlag von Hanau getöteten Hamza Kurtovic. Bischöfin Beate Hofmann sagte, rassistische Gewalt und Hass störten das Zusammenleben.