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Audioseite Städte und Kreise verschärfen Corona-Regeln in Schulen

Mit Mund-Nase-Masken sitzen Schülerinnen und Schüler im Unterricht. Ein Mädchen schaut auf und sieht in Richtung Kamera.

In einigen hessischen Kreisen und Städten wie Frankfurt und Offenbach müssen Schüler wieder eine Corona-Maske im Unterricht tragen. Die neue Regelung gilt bereits in dieser Woche. Grund sei das "beunruhigende Infektionsgeschehen".

Angesichts steigender Infektionszahlen haben einige Städte und Kreise die Rückkehr zur Maskenpflicht im Unterricht beschlossen. In Hanau, im Main-Kinzig-Kreis und in Stadt und Kreis Offenbach müssen die Schülerinnen und Schüler ab kommendem Donnerstag (18. November) auch am Sitzplatz wieder eine Maske tragen. In Frankfurt gilt die Maskenpflicht am Sitzplatz ab Freitag (19. November), wie die Stadt am Abend in einer Allgemeinverfügung mitteilte.

Damit verschärfen diese Städte und Kreise die derzeitigen Regeln der Landesregierung, wonach Schüler nur in Schulgebäuden und auf dem Weg zum Sitzplatz eine Maske tragen müssen. Eine Maskenpflicht am Sitzplatz gilt nur dann, wenn ein Schüler der Klasse per PCR-Test positiv auf Corona getestet wurde.

"Beunruhigendes Infektionsgeschehen"

Die wieder eingeführte Maskenpflicht gelte in Schulgebäuden und am Platz, heißt es von der Stadt Offenbach. Nur der Sportunterricht sei von der Regelung ausgenommen. "Jeder Tag, den wir ohne weitere Schutzmaßnahmen und ohne politisches Eingreifen zubringen, wird die Corona-Situation immer schlimmer", sagte Thorsten Scholz (SPD), Landrat des Main-Kinzig-Kreises.

Grund für die neue Regelung sei das "beunruhigende Infektionsgeschehen", so die Stadt Offenbach. Gerade in der Altersgruppe der Schüler seien die Inzidenzwerte am höchsten. Bei den 5- bis 14-Jährigen liegt sie laut Robert Koch-Institut in Hessen bei über 406.

"Die steigende Inzidenz unter den Schülerinnen und Schülern bereitet uns große Sorgen", sagten Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) und Gesundheitsdezernentin Sabine Groß (Grüne).

Kritik an Landesregierung

Durch die Maskenpflicht soll der Präsenzunterricht erhalten bleiben. "Sie soll aber auch gewährleisten, dass möglichst wenige Infektionen verbreitet und nach Hause getragen werden", sagte der Offenbacher Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP).

Kritik am Vorgehen der Landesregierung übt die Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD) aus dem Main-Kinzig-Kreis: "Das Land Hessen ist bislang leider nicht willens, den Schutzstandard einheitlich zu erhöhen, obwohl es längst an der Zeit ist." Aus diesem Grund hätten die betroffenen Städte und Kreise eigene Regelungen beschlossen.

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