Mann geht an einer mobilen Arztpraxis vorbei
Demnächst in Nord- und Osthessen: eine mobile Arztpraxis wie hier in Tübingen (Archivbild). Bild © picture-alliance/dpa

Die mangelnde Ärzteversorgung ist eines der ganz großen Probleme in ländlichen Gebieten. Abhilfe schaffen könnte eine mobile Praxis. Ein solcher Medibus soll nun testweise in sechs Gemeinden in Nord- und Osthessen fahren.

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Eine mobile Arztpraxis soll in Nord- und Osthessen künftig die medizinische Versorgung auf dem Land sichern. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen stellte den sogenannten Medibus am Dienstagvormittag in Nentershausen (Hersfeld-Rotenburg) vor. Wir beantworten hier die wichtigsten Fragen.

Wie ist der Medibus ausgestattet?

Der umgebaute Linienbus ist eine rollende Hausarztpraxis: mit Wartebereich, Labor für Blutentnahmen samt EKG und einem kleinen Behandlungsraum. Röntgen lassen können sich Patienten dort nicht.

Welcher Arzt ist an Bord?

Ein Hausarzt. Nach Möglichkeit soll stets derselbe Arzt an Bord sein. Der Bus soll niedergelassene Ärzte entlasten und dem Mangel an Behandlungsmöglichkeiten auf dem Land mit seiner oft überalterten Bevölkerung begegnen. Fachärzte fahren nicht mit in dem Bus.

Wohin fährt der Medibus?

Zunächst in sechs Gemeinden: Cornberg und Nentershausen (Hersfeld-Rotenburg) sowie Herleshausen, Ringgau, Sontra und Weißenborn (Werra-Meißner). Das Pilotprojekt wird laut KV mindestens zwei Jahre lang laufen.

Müssen Patienten einen Termin vereinbaren?

Nein. Sie brauchen nur ihre Versichertenkarte, um im Medibus behandelt zu werden. Der Bus kommt nach einem festen Fahrplan in die Orte auf seiner Route. Dort hält er an einem zentralen Platz.