Kundgebung gegen steigende Mieten in Frankfurt

Bundesweit haben am Samstag Menschen gegen steigende Mieten und Verdrängung demonstriert. In Frankfurt blieb es bei einem Mini-Protest, der die Veranstalter aber nicht enttäuschte.

In Berlin haben am Samstag zehntausende Menschen ihrem Unmut über den "Mietenwahnsinn" Luft gemacht. Zehntausende waren es auch in Paris, Barcelona, Lissabon. Frankfurt beteiligte sich ebenfalls an dem Aktionstag, aber in deutlich kleinerem Rahmen. Dort hatten sich am Nachmittag nach Polizeiangaben gerade einmal 250 Menschen an der Hauptwache versammelt.

Veranstalter sind zufrieden

Wie in anderen Städten in ganz Europa hatte auch in Frankfurt ein Bündnis von mehr als 40 Gruppen und Initiativen zu dem Protest aufgerufen. Die Veranstalter sind mit der Resonanz in Frankfurt dennoch zufrieden. "Unsere Erwartungen wurden übertroffen", sagte eine Sprecherin dem hr. Es sei schließlich keine Großkundgebung geplant gewesen.

Auch in anderen Städten wie München, Köln, Dresden, Göttingen und Hannover protestierten mehrere Hundert Menschen. Unter dem Motto "Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn" hatte das Bündnis Stühle und andere Sitzgelegenheiten aufgestellt. So habe man sich "widerSETZEN" wollen, sagte die Sprecherin. Bei der Kundgebung sei alles friedlich geblieben, sagte ein Polizeisprecher.

Das Bündnis fordert die Landesregierung unter anderem auf, eine Verordnung gegen Wohnraumzweckentfremdung zu erlassen. Wohnen sei in Ballungsräumen zum Armutsrisiko geworden und mittlere und niedrige Einkommensgruppen zahlten bereits mehr als 40 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Miete, hieß es im Aufruf zum Aktionstag.

Sendung: hessenschau, 06.04.2019, 19.30 Uhr