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Weniger "Elterntaxis" durch Schülerticket

Schüler auf dem Weg zur U-Bahn

Etwa die Hälfte der Schüler in Hessen nutzt das Schülerticket für den Öffentlichen Personennahverkehr. Ein Nebeneffekt: Die Zahl der Kinder, die per Auto zur Schule gebracht werden, habe sich seit Einführung des Tickets deutlich reduziert, freut sich der Verkehrsminister.

Aus Sicht von Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) handelt es sich um eine Erfolgsstory: 2017 wurde das landesweit gültige Schülerticket in Hessen eingeführt. Im laufenden Schuljahr nutzen es rund 410.000 Jungen und Mädchen - etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler in Hessen. "Das Schülerticket Hessen ist bekannt und beliebt. Es hat sich durchgesetzt – ein voller Erfolg", resümiert Al-Wazir am Dienstag.

Ein besonders erfreulicher Nebeneffekt aus Sicht des Grünen Wirtschaftsministers: Die Zahl der Kinder, die regelmäßig von ihren Eltern per Auto zur Schule gebracht werden, ist rückläufig. Das Jahresticket für den Öffentlichen Personennahverkehr verdrängt zumindest teilweise das Elterntaxi.

Nutzung vor allem im Nahbereich

Rund 18 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer des Schülertickets gaben laut einer Studie an, seltener mit dem Auto zum Unterricht gebracht oder von dort abgeholt zu werden. Die Untersuchung basiere auf Vertriebsdaten und Befragungen, die während der dreijährigen Einführungsphase des Tickets von 2017 bis 2019 erhoben wurden, teilte das Ministerium mit.

Die Erhebungen des Wirtschaftsministeriums zeigen zudem, dass das Schülerticket eher selten für größere Fahrten im Bundesland genutzt wird. Rund 90 Prozent der Inhaber gaben an, das Ticket vor allem für die alltägliche Mobilität im Nahbereich zu verwenden.

Das hessische Schülerticket kostet 365 Euro im Jahr. Das ähnlich konzipierte Senioren-Ticket wird mittlerweile von 67.000 Menschen genutzt. Zudem profitieren rund 150.000 Beschäftigte des Landes von dem landesweit gültigen Job-Ticket.

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