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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Offenbach trauriger Spitzenreiter

Corona-Schild Offenbach

Die Stadt Offenbach ist erneut hessischer Spitzenreiter bei den Corona-Neuinfektionen: Die Inzidenz stieg erstmals auf über 300. Mit noch mehr Kontrollen hofft die Stadt, die Zahlen in den Griff zu bekommen.

Offenbach reagiert mit einer "massiven Ausweitung" der Kontrollen auf die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen im Stadtgebiet. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete für Mittwoch eine Sieben-Tage-Inzidenz von 310,9 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Erstmals in Hessen weist damit ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt einen Wert von über 300 auf.

Bundesweit liegt Offenbach in der RKI-Statistik auf Platz vier hinter dem bayerischen Kreis Traunstein (382,9) sowie den Städten Augsburg (314,2) und Rosenheim (311,6). Und die Tendenz ist steigend: Laut aktuellen Angaben der Stadt kletterte die Inzidenz am Mittwochmittag bereits auf 343,9.

"Gemacht, was wir konnten"

Weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen seien dennoch vorerst nicht geplant, wie eine Stadtsprecherin dem hr sagte. Der starke Anstieg der Zahlen spiegle erst einmal das Geschehen der vergangenen zwei Wochen wider. "Wir haben bislang gemacht, was wir konnten und uns dabei an den vorgesehenen Stufenplan der hessischen Landesregierung gehalten", so die Sprecherin.

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Das beinhaltet unter anderem, dass ab kommenden Montag in weiterführenden Schulen Stufe 3 des Vier-Stufen-Plans des Kultusministeriums gilt. Das sieht ein Wechselmodell zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling vor. Auch Grundschüler müssen im Unterricht eine Maske tragen.

Offenbachs OB Schwenke: "Offenbach und Frankfurt geben sich täglich die Klinke in die Hand, wer jetzt noch höhere Zahlen hat."

Viele Verstöße geahndet

Seit dieser Woche gilt in großen Teilen der Innenstadt von 8 bis 22 Uhr zudem eine Maskenpflicht. Dies werde jetzt noch stärker kontrolliert, kündigte die Stadt an. Schon in dieser Woche habe die Stadtpolizei 500 so genannte Bar-Verwarnungen ausgesprochen. Menschen, die ihre Maske nicht oder nicht korrekt trugen, mussten also an Ort und Stelle 50 Euro zahlen.

Hinzu seien 266 Bußgelder wegen Maskenverstößen, 51 wegen Quarantäneverstößen und 500 Verwarnungen wegen diverser anderer Corona-Verstöße gekommen.

Am Sonntag etwa verhängte die Stadtpolizei Bußgelder von je 250 Euro gegen mehrere Männer, die sich in der Innenstadt zum Feiern getroffen hatten. Sie hätten ein Trinkgelage veranstaltet und sich weder an den Mindestabstand gehalten noch eine Maske getragen, berichtete die Sprecherin.

Sendung: hr1, 11.11.2020, 8.30 Uhr