Frau mit Mundschutz in der Straßenbahn

Das Land Hessen hat die Maßnahmen zur Eingrenzung der Corona-Pandemie angepasst und vorerst bis Ende Oktober verlängert. Darüber informierte die Regierung in einer Pressekonferenz.

Videobeitrag

Video

zum Video Weitere Maßnahmen zur Corona-Pandemie

hessenschau vom 13.08.2020
Ende des Videobeitrags

Das Land Hessen hat die geltenden Corona-Maßnahmen angepasst und bis zum 31. Oktober verlängert. Das teilten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), sein Stellvertretender Tarek Al-Wazir (Grüne), Kultusminister Alexander Lorz (CDU) und Staatssekretärin Anne Janz (Grüne) am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in der Wiesbadener Staatskanzlei mit.

Trotz der deutschlandweit steigenden Infektionszahlen sei Hessen bislang gut durch die Pandemie gekommen, sagte Bouffier. Er sehe gleichzeitig keinen Anlass, nun leichtsinnig zu werden. "Wir haben deshalb keine grundsätzliche Kursänderung vorgenommen." Grundsätzlich werde das Virus uns "mindestens noch Jahre" begleiten.

Videobeitrag

Video

zum hr-fernsehen.de Video Neue Corona-Regeln in Hessen: Alles was Sie wissen müssen in 100 Sekunden!

maintower vom 13.08.2020
Ende des Videobeitrags

Das sagten Bouffier und Co. zu den ab Samstag (15. August) geltenden Maßnahmen:

  • Veranstaltungen bis zu 250 Personen können weiterhin ohne besondere Genehmigung, aber mit einem Hygienekonzept stattfinden. Alle größeren Veranstaltungen benötigen eine Genehmigung der Gesundheitsbehörden.
  • Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) befinde sich derzeit wieder bei einer Auslastung von zwei Dritteln des Normalzustands, sagte Al-Wazir. Mit dem Schulbeginn am Montag werde sich diese Zahl noch steigern. Daher sei man auf die Einhaltung der Mund-Nasen-Masken in Bussen und Bahnen noch mehr als bisher angewiesen. Als Konsequenz verfügte das Land, dass das Bußgeld für das Nicht-Tragen einer Maske in Höhe von 50 Euro ab sofort hessenweit ohne vorherige Verwarnung erfolgt.
Videobeitrag

Video

zum Video Maskenpflicht wird überprüft

hs170820
Ende des Videobeitrags
  • Weihnachtsmärkte sollen trotz erster Absagen grundsätzlich stattfinden, sagte Bouffier: "Immer unter Vorbehalt des pandemischen Geschehens." Rechtlich würden Weihnachtsmärkte behandelt wie alle anderen Märkte auch: Es müsse lokale Hygienekonzepte geben. Das bedeutet auch, es darf nicht auf den Wegen gegessen oder getrunken werden, sondern nur in hierfür vorgesehenen, abgesperrten Bereichen. Einzelne Kinderkarussells dürfen fahren. 
  • In Restaurants und Lokalen dürfen wieder Pfeffer- und Salzstreuer auf den Tischen stehen.
  • Besucher von Spielhallen und Casinos müssen – anders als das Personal – keine Mund-Nasen-Bedeckung mehr tragen. Die Regeln werden mit den geltenden Vorgaben der Gastronomie vereinheitlicht.
  • Ob Sportveranstaltungen mit Zuschauern – und wenn ja, mit wie vielen – stattfinden können, wollen die Ministerpräsidenten der Länder Ende August auf einer gemeinsamen Konferenz beraten. Fest stehe laut Bouffier: Ohne Zuschauer können Vereine "auf Dauer nicht existieren".
  • Wirtschaftliche Folgen der Pandemie werden nach Aussage des zuständigen Ministers Al-Wazir "noch viele Monate und Jahre spürbar" sein. Es gebe viele Betriebe, die auf die Hilfe des Landes angewiesen sind. Deshalb seien mittlerweile erste Auszahlungen des zweiten aufgelegten Hilfsprogramms getätigt worden.
  • Kultusminister Lorz informierte ausführlich über die Regeln für den Schulstart nach den Sommerferien. Unter anderem bekräftigte er, dass die Maskenpflicht außerhalb des Klassenraums gilt. Auch zu Krankheitsfällen, Corona-Tests und den Abstandsregelungen im Sportunterricht gab es weitere Informationen, die wir in unserem Beitrag zusammengefasst haben.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 13.08.2020, 19.30 Uhr