Ihre Kommentare Würden Sie Ihre Organe spenden?

14 Kommentare

  • Da ich selber an COPD erkrankt bin, wurde mir irgendwann ,al gesagt ich solle mich mal mit dem Gedanken einer Transplantation vertraut machen. Nach einigen Überlegungen, viel gelesen usw, habe ich ganz bewußt entschieden, ich möchte kein Organ einer Person in mir die dafür sterben mußte, Aber ich werde auch kein Organ spenden. Wenn Gott will das ich sterbe dann ist das so und da habe ich ihm nicht is Handwerk zu puschen. ich gönne Barbara und all den anderen jeden Tag den sie geniesen durch ihre Transplantation aber für mich ist es aus Glaubensgründen einfach nicht möglich.

  • ich hätte nichts dagegen wenn ich sterben sollte dann gebe ich meine Organe frei für Menschen die mit meinen Organen noch leben dürfen.

  • Mein Ko.mentst dazu: Ja auf jeden Fall ...meinem bereits verstorbenen Mann hat ein Spenderherz 25 Jahre Leben geschenkt! Diese 25 Jahre hat er genossen!!!

    Also für mich immer ein dickes JAAAAA

  • Bereit zu einer Organspende bin ich durchaus - aber zu meinen Bedingungen! Das bedeutet, dass ein benannter Arzt meines Vertrauens den Hirntod festzustellen hat, da dies einem möglichen Missbrauch am besten vorbeugt (und ja, das kann eine Verzögerung bedeuten). Daher habe ich auch keinen Organspenderausweis, sondern ein entsprechendes Dokument. Im Gegenzug ist klar, dass, sollte die Spahnsche Pflichtspende kommen, ich widersprechen werde.

    Schade finde ich, dass Politik und Ärzteschaft sich nur eindimensional darum kümmern, zu mehr Spenderorganen zu kommen, aber nicht um die Frage, WARUM jemand nicht spenden will oder sich nicht geäußert hat - vom Unwillen über Desinteresse und fehlendes Vertrauen bis zur bewussten Entscheidung ist eine sehr große Spannweite. Kenne ich den Grund nicht, schlägt jede Maßnahme fehl.

    Nebenbei ist eine Zwangsspende m.E. nicht mit der Menschenwürde (Leben wird zur Organentnahme zwangsweise verlängert) vereinbar ist.

  • Ich habe seit vielen Jahren einen Organspendeausweis und bin der Sache sehr zugetan.
    Ich habe 10 Jahre im Krankenhaus als Krankenpfleger gearbeitet und dort gesehen wie wichtig die Organspende sein kann.
    Wenn im Unglück, viele Andere, die Möglichkeit haben, ein neues Leben beginnen zu können, dann ist das eine tolle Sache.

  • Österreich und die anderen Länder machen es schon lange richtig. Bei solchen Geschichten wie der hier dargestellten wird einmal mehr klar: Das Thema Organspende ist wichtig! Macht euch Gedanken, auch über euren Tod hinaus!
    Natürlich ist es kein einfaches Thema und niemand redet oder denkt gerne über seinen Tod. Aber für viele Menschen gibt es keine andere Hilfe als eine Organspende. Der neue Gesetzesentwurft "provoziert" nur was eigentlich von ganz allein passieren sollte: Die Menschen machen sich Gedanken.
    Ich war einige Jahre im medizinischen Bereich tätig und kam oft in Berührung mit dem Thema Patientenverfügung und Co, daher kann ich nur allen raten: Wenn man schon keinem Fremden mit einer Organspende helfen wollte, dann entlastet wenigstens eure Angehörigen und macht euch Gedanken, was passieren soll wenn der Fall der Fälle eintritt. Die Last dieser Entscheidung sollte niemand seinen Angehörigen aufbürden. Wichtig ist, dass eine Entscheidung getroffen wird, nicht welche!

  • Die Beitrag ist das Thema Organspende eindimensional dargestellt. Spahns Zwangsspenden bleiben Zwang, auch wenn sie hier mit einer moralisierenden Lebensgeschichte verknüpft wird. Sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, weil es medizinisch möglich ist und moralisch unterstellt wird, man nehme Tode billigend in Kauf, weil die Spenden ausbleiben? Nein, das finde ich nicht richtig.
    Ich bin für mich gegen eine Spende, in beide Richtungen. Dafür gibt es viele Gründe.
    Ich möchte ganz normal sterben, nicht nur per Hirntotdefinition, ich habe zeitlebens soviel Medikamente zu mir genommen, die Spätschäden sind vorprogrammiert, um die wichtigsten zu nennen.

  • Klar aber nicht meine Lunge denn ich habe auch diese Krankheit wie Frau Eyrich. Aber jedes anderes Organ schon.

  • Für Frau Eyrich ist es erfreulich, dass sie ein erfülltes Leben weiterleben kann.
    Bis zu einem Vorfall im Bekanntenkreis war ich auch uneingeschränkt PRO Organspende.

    Dann hatte eine sonst gesunde Bekannte mit 32 Jahren einen Schlaganfall. Prognose: WENN sie es schafft, würde sie zum mittelschweren Pflegefall, ihr Mann soll sich doch bitte überlegen, ob er ihr und sich das antun wollen würde. Und ob er einer Organspende zustimmen würde. Er hat sich geweigert, die Hoffnung aufzugeben, obwohl quasi die Ärzte mit Frischhaltebox und Messer vor der Tür standen (überspitzt formuliert).
    Heute - nach etwas über einem Jahr - ist unsere Bekannte wieder zurück im Leben, kein Pflegefall, nur links ein etwas eingeschränktes Blickfeld. Sie ist wieder voll erwerbstätig.

    Also quasi Frau Eyrich umgekehrt. Aber wessen Leben ist dann mehr wert?

  • Verschiedene Aspekte werden in dem Gesetzesvorschlag und durch die Beiträge des hr mangelhaft berücksichtigt :
    1. Wie können Unsicherheiten in der Feststellung des Hirntodes von 30 ausgeschlossen werden?
    2. Mögliche Entnahme von Gewebe und Organen zur Steigerung der Lebensqualität, die nicht lebensnotwendig sind - etwa Augen, Ohren oder Gelenke.
    3. Hohe wirtschaftlichen Interessen der Gesundheitsindustrie an Transplantation: Pharmaunternehmen machen gleich zweimal Profit: Erst durch Mefikamente, die massenhaft und nachweislich Organe zerstören, dann über kostspielige Medikamente im Rahmen von Transplantation. Wenn Menschen ihre Organe spenden sollen, dürfte auch sonst niemand im Rahmen von Transplantation Geld machen dürfen.
    4. Mängel im Qualitätsmanagement bei Organentnahme und -vergabe. Z.B. Schmertzbehandlung von Spendern wahrend der Entnahme.
    5. Mangelhafte gesetzliche Verfolgung von Akteuren illegaler Transplantationen.

  • Ich habe einen Organspenderausweis bei mir. Warum auch nicht. Wenn ich tot bin, habe ich für meine Organe keine Verwendung mehr, ob sie mit mir zusammen verrotten oder ich ohne sie, ist mir dann doch letztlich egal. Um so besser also, wenn sie noch jemandem nützlich sein können.

  • Ich will keine Organe spenden, ich will auch keine fremden Organe in mir haben. "Am liebsten würde sie sich auf einen Marktplatz stellen und sagen: "Schaut her, mir geht es gut damit"" - sie würde einfach an irgendeiner Infektion sterben, wenn sie das tatsächlich tun würde. 15 Pillen täglich und 3x Dialyse pro Woche soll "gut" sein? Sehe ich anders. Außerdem leben momentan ca. 7 Milliarden Menschen auf diesem kleinen Planeten. Wir reden von Geburtenkontrolle in Afrika - und hier will man unbedingt dem Tod ein Schnippchen schlagen? Und dann noch das Thema mit dem "Spenden-Zwang" - wurde die Dame im Beitrag zum rauchen gezwungen? Sie hat sich damals nicht mit den Gefahren befasst, aber ich soll mich jetzt wegen ihr mit dem Thema Organspende befassen? Unglaublich, solch eine narzisstische Einstellung.

  • Nicht nur angesichts dieser zu Herzen gehenden Geschichte frage ich mich immer wieder: Wovor haben die Mitmenschen, die keinen Organspendeausweis haben, und die somit ihren Angehörigen die fast unerträgliche Entscheidung überlassen, Angst? Vor bösen Ärzten, die die noch gar nicht wirklich Toten ausschlachten? (...) Hier wäre weniger Egoismus und mehr praktizierte Nächstenliebe wirklich angesagt. So wie das letzte Hemd keine Taschen hat, so brauche ich nichts mehr, wenn ich sterbe.

  • Wo bitte ist in diesem Artikel die andere Perspektive auf Spahns Vorschlag? Es gibt auch andere Möglichkeiten, die Menschen dazu zu bringen, sich mehr mit dem Thema Organspende zu befassen, als sie fremdbestimmt zur Organspende zu zwingen. Jeder Mensch ist ein Individuum, dass frei für seine eigenen Körper entscheiden können sollte. Es gibt viele viele Menschen, die mit solchen Entscheidungen enorm überfordert sind, die Schwierigkeiten haben, solche Formulare wie in einem Widerspruchsfall auszufüllen. Wenn sie diesen also nicht ausfüllen (können), hat das in keiner Weise zu heißen, dass sie sich für Organspende entschieden haben.

    Dass hessenschau.de dieses Thema so eindimensional darstellt ist wirklich nicht in Ordnung. Aufklärung heißt, mehrere Perspektiven einzunehmen oder zumindest zu nennen.