Zwei berittene Polizistinnen kontrollieren das Kontaktverbot am Frankfurter Mainufer

Oster-Picknicks mussten dieses Jahr ausfallen, Gottesdienstbesuche ebenso. Die Polizei hat trotz des tollen Wetters nur wenige Verstöße gegen das Kontaktverbot registriert. Andrang herrschte in Supermärkten.

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Das Osterwochenende hat mit Sonnenschein und Temperaturen über 20 Grad gelockt. Picknicks und Feiern im Park mussten wegen der Corona-Verordnungen in diesem Jahr aber ebenso ausfallen wie Ostergottesdienste. Die meisten Hessen scheinen die Einschränkungen diszipliniert und gelassen hinzunehmen.

Die Frankfurter Polizei hat ein positives Fazit wegen der derzeit geltenden Beschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie gezogen. "Wir sind grundsätzlich sehr zufrieden", sagte eine Sprecherin am Ostermontag. Allerdings nahm sie dabei "ein paar Vorfälle" ausdrücklich aus dieser Bilanz aus.

Gemeint war unter anderem eine Kontrolle vom Freitagabend, als im Frankfurter Stadtteil Griesheim zunächst ein großer Stein auf ein Polizeiauto geworfen wurde und später eine zweite Streife von 20 Menschen attackiert worden war. Am Karsamstag sowie am Ostersonntag lief es nach Polizei-Angaben deutlich besser. Ein gesammeltes Fazit mit Zahlen soll am Dienstag veröffentlicht werden.

"Es gibt nichts Problematisches zu berichten"

Auch in der Landeshauptstadt Wiesbaden fiel die Bilanz des Wochenendes positiv aus: "Wir hatten keine größeren Verstöße, es wurde sich weitgehend an die Kontaktbeschränkungen gehalten", sagte ein Sprecher.

Die Darmstädter Polizei hatte am Samstag bereits vermeldet: "Bei uns gibt es keine Ausreißer. Es gibt nichts Problematisches zu berichten. Nur selten sind mal Kleingruppen anzutreffen, die wir an die Kontaktregeln erinnern müssen." Insgesamt verhängte die hessische Polizei bis Samstagmittag gerade einmal an die 1.000 Bußgelder.

Wer am Samstag noch einkaufen wollte, musste allerdings viel Geduld mitbringen: Vor den Supermärkten bildeten sich lange Schlangen, so etwa in der Frankfurter Innenstadt. Und manches Discounter-Regal war am Ende leer.

Verstößte gegen Kontaktverbot werden Bußgeldern geahndet

Seit dem 23. März dürfen sich Menschen nur noch allein oder zu zweit in der Öffentlichkeit aufhalten. Ausnahmen sind erlaubt, wenn die Personen zusammenwohnen. Die Behörden wollen damit erreichen, dass sich das Coronavirus langsamer in der Bevölkerung ausbreitet und das Gesundheitssystem nicht mit massenhaft infizierten Menschen überfordert wird.

In Hessen gilt seit gut zehn Tagen ein Bußgeldkatalog, mit dem Verstöße gegen das Kontaktverbot geahndet werden können.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 13.04.2020, 19.30 Uhr