Schülerinnen und Schüler sitzen mit Masken im Unterricht

Die Landesregierung lockert den Corona-Lockdown noch in diesem Monat auch für ältere Schüler. Für Grundschüler plant sie Regelunterricht nach den Osterferien - unter einer Bedingung.

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hessenschau vom 09.03.2021
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Nach den Osterferien soll es Wechselunterricht für alle Klassen ab der siebten Jahrgangsstufe geben. Grundschülerinnen und Grundschüler sollen ab 19. April in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren, also wieder an fünf Tagen in der Woche in ihren Klassenzimmern lernen. Das teilte die Landesregierung am frühen Dienstagnachmittag mit.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sagte, man wolle den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern "eine Perspektive für sicheren Unterricht geben". Allerdings nannte er selbst sogleich einen Unsicherheitsfaktor: Die landesweite Inzidenz müsse Mitte April unter 100 liegen, damit dann auch tatsächlich gelockert werden könne.

Minister korrigiert eigene Position

Weil die Kinder und Jugendlichen ab der siebten Klasse die vergangenen Monate ausschließlich per Distanzbeschulung zu Hause lernten, gibt es für sie nicht nur die Perspektive des nachösterlichen Wechselunterrichts. Lorz stellt ihnen noch vor den Ferien eine punktuelle Rückkehr in die Klassenräume in Aussicht. Ab 22. März sollen sie für "mindestens einen Präsenztag pro Woche" wieder an die Schulen kommen können.

Damit kommt er einem Wunsch der Landesschülervertretung und des Landeselternbeirats nach, sagte der Minister. Diese hatten sich - ebenso wie die Kultusministerkonferenz (KMK) - dafür ausgesprochen, dass alle Schüler noch in diesem Monat zumindest tageweise aus dem Distanzunterricht ausbrechen können. Am Freitag hatte Lorz dem noch widersprochen. Nun revidierte er sich.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Doch noch Präsenztage für Schüler ab Klasse 7 vor Ostern

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Zwei Schulwochen später, am 2. April, beginnen die Osterferien. Danach ist ein Wechselunterricht mit zwei bis drei Präsenztagen pro Woche geplant.

Lehrer an weiterführenden Schulen werden geimpft

Außerdem sollen nach Ostern auch Lehrkräfte an weiterführenden Schulen ein Impfangebot erhalten, wie Lorz weiter erläuterte. Vor wenigen Tagen begann die vorgezogene Impfkampagne für die Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer und für das schulische Personal an Förderschulen. Lorz sagte, das betreffe rund 30.000 Menschen und damit etwa die Hälfte aller Lehrer in Hessen. Mindestens bis Ende April sollen sich Lehrer weiterhin wöchentlich anlasslos auf das Coronavirus testen lassen können.

Seit 22. Februar wurden Schüler der Klassen 1 bis 6 im Wechselmodell unterrichtet. Von Klasse 7 an galt mit Ausnahme von Abschlussklassen und Vor-Abiturjahrgängen (Q2) Distanzunterricht. Beim Wechselunterricht werden die Klassen aufgeteilt, wobei eine Gruppe in der Schule, die andere zu Hause lernt. Dadurch können die Kinder und Lehrer mehr Abstand zueinander halten.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 09.03.2021, 16.45 Uhr