Schüler und Studenten in Frankfurt fordern mehr Klimaschutz.
Schüler und Studenten in Frankfurt fordern mehr Klimaschutz. Bild © hessenschau.de

Schule schwänzen für die gute Sache: In Frankfurt und Marburg sind hunderte Schüler nicht zum Unterricht, sondern auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen die aktuelle Klimapolitik.

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In Frankfurt und Marburg haben am Freitagvormittag hunderte Schüler gestreikt. Statt zum Unterricht zu gehen, beteiligten sie sich an der weltweiten Aktion "Fridays for Future". Die Initiative setzt sich für einen besseren Umwelt- und Klimaschutz ein. In ganz Deutschland waren in rund 50 Städten Proteste geplant.

Rund 150 Teilnehmer in Frankfurt, 300 in Marburg

In Frankfurt versammelten sich rund 150 Schüler an der Bockenheimer Warte. Mit lauten Appellen zogen sie an der Alten Oper vorbei bis zum Frankfurter Römer. "Don't kill our future" und "No Planet B" war auf Transparenten zu lesen. Außerdem solidarisierten sich die Schüler mit den Protesten am Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen. Das Waldstück gilt inzwischen als Symbol für den Widerstand gegen die Braunkohle.

In Marburg zogen rund 300 Schüler und Studenten lautstark durch die Innenstadt. "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut", skandierten sie am Marktplatz. Ihre Forderungen: bessere Aufklärung über den Klimawandel, eine nachhaltigere Agrarpolitik und ein sofortiger Kohle-Ausstieg. "Klimaschutz statt Kohleschmutz" stand auf einem ihrer Plakate.

Vorbild ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg

Entstanden ist die Bewegung "Fridays for Future" während der Klimakonferenz im polnischen Katowice. Vorbild ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg, die seit Monaten jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament für mehr Umweltschutz demonstriert. Seit Mitte Dezember finden in mehreren Ländern wöchentlich solche Schulstreiks statt.

Sendung: hr-iNFO, 18.01.2019, 12 Uhr