Vorlagen für Würfel zum Selbstbau liegen auf einem Tafelhintergrund. Anstelle der 6 sind Namen der am meisten gewünschten Schulen zu lesen.

Bis 5. März müssen sich Eltern von Viertklässlern entschieden haben, auf welche Schule ihre Kinder in Zukunft gehen sollen. In Frankfurt ist das ohnehin eine schwere Wahl - aber wie sind die Chancen, dort auch zu landen?

Am Ende kann der Zufall eine entscheidende Rolle spielen - denn die Nachfrage nach einem Platz an einer weiterführenden Schule ist hoch. Frankfurt wächst schnell, und die Stadt als Trägerin der staatlichen Schulen müht sich nach Kräften, mit der Entwicklung der Schülerzahlen mitzuhalten. Aber am Ende kann es passieren, dass es mit der Wunschschule nicht klappt - und die Eltern schreckt die Vision, der eigene Sohn oder die Tochter könnte an eine unattraktive Schule am anderen Ende der Stadt gelost werden.

Hintergrund ist eine Verfügung des Staatlichen Schulamts vom vergangenen November. Auch um sich juristisch weniger angreifbar zu machen, soll künftig noch mehr aufs Losverfahren gesetzt werden. "Da es ein sehr komplexes Verfahren ist, ist unser Bestreben gewesen, die Rechtssicherheit deutlich zu erhöhen, damit am Ende alle Kinder pünktlich zum ersten Schultag ihren Platz haben", sagt Dieter Sauerhoff vom Staatlichen Schulamt.

Neun von zehn Wünschen werden erfüllt

Dabei stehen die Chancen für Eltern und Kinder insgesamt gar nicht so schlecht, wie viele besorgte Eltern, die sich bereits rege auf Whatsapp austauschen, befürchten. Im Durchschnitt bekämen neun von zehn Frankfurter Kindern tatsächlich den Erstwunsch erfüllt, sagen Vertreter des Staatlichen Schulamts - kommen also an die Wunschschule, die ihre Eltern ganz oben eingetragen haben.

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Aber wie es so ist mit dem Durchschnitt: Ein Millionär und ein Bettler haben im Schnitt je eine halbe Million. Zwischen den einzelnen Schulformen gibt es erhebliche Unterschiede, zwischen den Stadtteilen, und zwischen einzelnen Schulen sowieso: Während einige Schulen noch jede Menge Platz haben, platzen andere aus allen Nähten, je nach Standort und Schulform kann das stark variieren.

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Gymnasien

Rund die Hälfte eines 4. Jahrgangs in Frankfurt wechselt ans Gymnasium - 2017/18 waren es laut Schulentwicklungsplan 49,3 Prozent der Schülerinnen und Schüler. Damit ist das Gymnasium zumindest bei Eltern die bei weitem beliebteste Schulform - vor den Gesamtschulen mit 27,0 Prozent und den Realschulen mit 18,0 Prozent.

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Hintergrund

Aktuellere Zahlen zur Wahl von Schulen und Schulformen in Frankfurt will das Staatliche Schulamt erst Anfang März veröffentlichen.

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Auch wenn das Angebot insgesamt in etwa der Nachfrage entspricht, sind einzelne Gymnasien überlaufen: Spitzenreiter war 2017 das Elisabethen-Gymnasium, bei dem fast 180 Erstwünsche den 120 Plätzen gegenüber standen. Am anderen Ende der Skala findet sich das vergleichsweise neue Adorno-Gymnasium. Ehemals im Nied, jetzt an der Miquelallee im Frankfurter Westend beheimatet, bekam die Schule nicht einmal halb so viele Erstwünsche, wie sie Kapazitäten hatte - und die sind beachtlich: Sieben neue fünfte Klassen hat das Adorno-Gymnasium im vergangenen Jahr aufgenommen.

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In der Liste sind auch Kooperativen Gesamtschulen (KGS) aufgeführt. An den KGS werden die Gymnasial-, Real- und Hauptschülerinnen und -schüler zwar an derselben Schule unterrichtet, aber in getrennten Klassen - weshalb wir wie für die reinen Gymnasien eine Nachfrage-Quote zum Vergleich errechnen konnten.

Integrierte Gesamtschulen

Die Nachfrage nach IGS-Plätzen ist im Verhältnis höher als die nach Gymnasium-Plätzen - und auch hier gibt es deutliche Unterschiede: Die IGS Eschersheim, die Paul-Hindemith-Schule im Gallus und die Schule am Mainbogen in Fechenheim haben deutlich mehr Platz als Erstwünsche vorzuweisen. Bei der Carlo-von-Mierendorff-Schule in Preungesheim bewerben sich tendenziell drei Schüler um zwei Plätze.

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Ein besonderer Ausreißer war im Schuljahr 2017/18 die IGS West in Höchst, die zweieinhalb mehr Schülerinnen und Schüler als Erstwunsch angaben, als die IGS West am Ende aufnehmen konnte - die mit Abstand höchste Nachfrage im Verhältnis zum Angebot.

Real- und Hauptschulen

Dass sich hier nicht auch für die anderen Bildungsgänge eine Tabelle findet, hat einen einfachen Grund: Bis auf wenige Ausnahmen haben die Real- und Hauptschulen meist mehr Plätze im Angebot, als sie Erstwünsche bekommen. Was nicht heißt, dass auch bei einzelnen Schulen dieser Bildungsgänge die Nachfrage das Angebot übersteigt: Die Falkschule im Gallusviertel etwa konnte 2017 von den 68 Erstwünschen nur 56 berücksichtigen.

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Der Vorteil der reinen Real- und Hauptschulen ist allerdings: Sie sind in der Regel klein, mehrheitlich maximal zweizügig. Noch die größten Realschul- und Hauptschulbereiche finden sich an den Kooperativen Gesamtschulen, die die verschiedenen Bildungsgänge unter einem Dach, aber in getrennten Klassen, vereinen.