Altenpflege Selbstversuch
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Die Altenpflege ist unterbesetzt, der Job zu hart, die Arbeit unterbezahlt - gängige Aussagen über die Altenpflege. Aber wie sieht der Alltag wirklich aus? Ist die Arbeit belastend und gleichzeitig schön? Ein Selbstversuch.

Die Altenpflege hat ein schlechtes Image. Ob die harte, körperliche Arbeit, die niedrige Bezahlung oder die unflexiblen Arbeitszeiten - dies könnten Gründe dafür sein, dass es in Hessen zu wenige Altenpfleger gibt. Den Mangel belegt etwa der Hessische Pflegemonitor 2017. Demnach waren zuletzt 14 Prozent der Stellen für Altenpfleger und 18 Prozent der Stellen für Altenpflegehelfer in Hessen unbesetzt.

Wie hart ist die Arbeit eines Altenpflegers wirklich? Wie stressig ist der Arbeitsalltag? Und was sind die schönen Seiten des Berufs? Das möchte ich in einem Selbstversuch herausfinden.

Was ist dran am schlechten Image?

Ab Montag werde ich fünf Tage lang in der Frühschicht (7 bis 14.30 Uhr) des Julie-Roger-Hauses in Frankfurt als Altenpflegehelferin mitarbeiten. Ich werde den Arbeitsalltag eines Pflegers kennenlernen, Essen anreichen, bei der Hygiene helfen und andere Tätigkeiten übernehmen.

Kathrin Wesolowski
Kathrin Wesolowski Bild © hessenschau.de

Fünf Tage lang werde ich dem Arbeitsalltag eines Pflegers nachspüren, erleben, wie man als Pfleger arbeitet. Fünf Tage lang werde ich Pflegern und Senioren Fragen stellen und herauszufinden versuchen, ob das schlechte Image der Altenpflege begründet ist.

Täglich können Sie auf Instagram meinen Tag im Pflegeheim verfolgen. Jeden Abend ziehe ich Zwischenbilanz und veröffentliche meine Eindrücke auf hessenschau.de.

Weitere Informationen

Das Julie-Roger-Haus

Das Julie-Roger-Haus in Frankfurt ist ein besonderes Pflegeheim. 117 Pflegeplätze gibt es dort. Es spezialisiert sich besonders auf Demenzkranke und LGBTIQ-Senioren - also Homo- und Bisexuelle sowie Transgender, intersexuelle und queere Menschen. Das Motto des Heims ist "Zuhause ist ein Gefühl".

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