Wie hoch ist die Inzidenz in meinem Kreis? Welche hessischen Regeln greifen dort? Hier finden Sie die Informationen für Ihren Kreis in der Übersicht.

In Hessen gilt seit 19. August ein angepasster Stufenplan für die Landkreise und kreisfreien Städte, der weitere Einschränkungen vorsieht, wenn die Inzidenz die Schwellenwerte von 35, 50 oder 100 überschreitet.

Es gibt keinen Automatismus für die Verschärfung der Regeln - die Kreise müssen selbstständig Verfügungen erlassen. Ist das Infektionsgeschehen zum Beispiel auf einen lokal begrenzten Ausbruch zurückzuführen, können sie auch zunächst auf strengere Maßnahmen verzichten.

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Was gilt wann?

Inzidenz unter 35:

Das Tragen einer medizinischen Maske (FFP2- oder OP-Maske) bleibt auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 in einigen Alltagssituationen Pflicht: beim Einkaufen in Geschäften, beim Fahren mit Bus und Bahn, in Bahnhofsgebäuden sowie in der Innengastronomie bis zum Sitzplatz. Auch beim Friseur, im Kosmetikstudio und bei anderen körpernahen Dienstleistungen müssen Kundinnen und Kunden eine medizinische Maske tragen.

In vielen anderen Bereichen greifen Lockerungen. So entfällt zum Beispiel die Testpflicht in der Innengastronomie sowie den Innenräumen von Kultur- und Sportstätten und bei körpernahen Dienstleistungen. Auch bei Veranstaltungen gelten andere Regeln: In geschlossenen Räumen wird die Obergrenze von Teilnehmenden auf 750 angehoben. Im Freien sind 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ohne Genehmigung erlaubt. Geimpfte und Genesene kommen hinzu.

Zusätzlich entfällt die Testpflicht bei Veranstaltungen in Innenräumen, wenn maximal 100 Menschen teilnehmen. Bei Großveranstaltungen ist ab einer Zuschauerzahl von 5.000 eine Auslastung von 50 Prozent erlaubt. Die maximale Auslastung liegt bei 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern.

In Diskotheken und Clubs darf inzidenzunabhängig wieder getanzt werden, hier muss pro Person eine Fläche von fünf Quadratmetern vorhanden sein. Außerdem gilt die 3-G-Regel in verschärfter Form: Nur Geimpfte, Genesene und negativ Geteste (PCR-Test - ein Schnelltest reicht nicht aus) dürfen eingelassen werden. In Hotels muss ein entsprechender Nachweis oder Test ausschließlich bei Ankunft erfolgen.

Inzidenz über 35:

Ab einer Inzidenz von über 35 wird die sogenannte 3-G-Regel ausgeweitet: In vielen Bereichen muss nachgewiesen werden, dass man geimpft, genesen oder getestet ist. Das gilt unter anderem in Innenbereichen von Restaurants und Bars sowie Kultur- und Sporteinrichtungen, aber auch bei körpernahen Dienstleistungen. Die Regel greift auch bei privaten Veranstaltungen in Innenräumen ab 25 Personen.

Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene müssen bei Hotelübernachtungen zweimal wöchentlich einen Negativnachweis vorlegen.

Inzidenz über 50:

Liegt die Inzidenz über dem Grenzwert von 50, muss zum Beispiel bei Gedränge auch draußen eine Maske getragen werden. Die Obergrenzen für Veranstaltungen werden herabgesetzt: Im Freien können ohne Genehmigung bis zu 500 Personen teilnehmen, in Innenräumen bis zu 250 Personen. Geimpfte und Genesene zählen nicht mit.

Inzidenz über 100:

Bei einer Inzidenz von über 100 werden die Kontaktregeln verschärft: Treffen sind entweder mit maximal zehn Personen aus verschiedenen Hausständen oder mit zwei Hausständen erlaubt. Kinder bis einschließlich 14 Jahre sowie Genesene und Geimpfte zählen nicht mit. Für Privatwohnungen gilt eine entsprechende Empfehlung.

Die 3-G-Regel greift auch draußen, zum Beispiel in der Gastronomie sowie auf den Außenflächen von Clubs und Sportstätten. Im Einzelhandel soll es bei hohen Zahlen wieder Quadratmeter-Beschränkungen geben. Im Nahverkehr werden für die Fahrgäste wieder FFP2-Masken verpflichtend, auch beim Friseur, in Kosmetikstudios oder bei anderen köpernahen Dienstleistungen müssen Kundinnen und Kunden eine FFP2-Maske tragen. Für Schülerinnen und Schüler greift am Sitzplatz eine Maskenpflicht.