Fahnder sollen ab Mitte des Jahres auf eine neuentwickelte Software zu schnelleren Erkennung von Hasskommentaren im Internet zurückgreifen können.

Ein vom Innenministerium gefördertes Forschungsprojekt des Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie und der Hochschule Darmstadt soll den Ermittlern künftig unter die Arme greifen. Das Programm soll potenzielle Gefahren und strafrechtsrelevante Tweets schneller klassifizieren.

Die Software soll bei der im Sommer 2019 geschaffenen Meldestelle "Hessen gegen Hetze" eingegangene, verdächtige Kommentare aus dem Internet untersuchen. Seit Bestehen wurden dem Innenministerium zufolge der Meldestelle rund 4.850 Beiträge aus sozialen Netzwerken, Webseiten, Blogs und Kommentarspalten gemeldet. Wegen dieser Meldungen leitete die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt 1.200 Ermittlungsverfahren ein.