Polizeieinsatz

Vor einem Jahr ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen rechtsextremer Chats bei der Frankfurter Polizei. Nach Hinweisen auf weitere Chatgruppen sind nun erneut Wohnungen durchsucht worden - auch bei drei Frankfurter Polizisten.

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Die Grafik zeigt eine Hand, wie sie ein Mobiltelefon in der Hand hält, auf dem rechtsextreme Nachrichten zu sehen sind.
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Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat nach Hinweisen auf rechte Chatgruppen mehrere Wohnungen durchsuchen lassen. Darunter waren auch die Wohnungen von drei Polizisten aus Frankfurt, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft dem hr am Montag bestätigte. Demnach ging es bei den Durchsuchungen am vergangenen Freitag unter anderem um die Verwendung von Symbolen verfassungswidriger Organisationen.

Zuvor hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung über die Durchsuchungen berichtet. Ob bei den Razzien tatsächlich Hinweise auf weitere Chatgruppen gefunden wurden, ließ die Sprecherin offen.

Ermittler waren vor mehr als einem Jahr auf eine Chatgruppe mit rechtsextremen Inhalten in einem Frankfurter Polizeirevier gestoßen, als sie Drohschreiben untersuchten, die an eine Frankfurter Rechtsanwältin gerichtet waren. Sie waren mit "NSU 2.0" unterzeichnet. Daten der Juristin, die im Verfahren gegen die rechtsextreme Terrorgruppe NSU eine Opferfamilie als Nebenkläger vertreten hatte, waren von einem Polizeicomputer abgerufen worden. Das Verfahren gegen einen leitenden Polizisten wurde inzwischen eingestellt.

Sendung: hr-iNFO, 10.02.2020, 16.00 Uhr